Osnabrück -
17.11.2023
Neuer Kreisbrandmeister für den Landkreis Osnabrück soll Ludger Flohre werden – Einstimmiges Votum der Stadt-, Gemeinde- und Ortsbrandmeister
Einstimmiges Votum auf der Dienstversammlung der Stadt-, Gemeinde- und Ortsbrandmeister des Landkreises Osnabrück: Ludger Flohre aus Melle soll neuer Kreisbrandmeister werden.

Während der Dienstversammlung der Stadt-, Gemeinde- und Ortsbrandmeister des Landkreises Osnabrück am 17. November wurde einstimmig Ludger Flohre aus Melle für die Position des Kreisbrandmeisters vorgeschlagen. Die Amtszeit des Amtsinhabers, Cornelis van den Water, endet am 31. August 2024, in Vorbereitung auf den Amtswechsel haben die Feuerwehrführungskräfte einstimmig den 52jährigen Flohre für die Position nominiert.  Er erhielt 91 Stimmen der anwesenden 91 wahlberechtigten Führungskräfte.

Da der Kreisbrandmeister nach den Vorgaben des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes für die Dauer von sechs Jahren in das Ehrenbeamtenverhältnis berufen wird, obliegt die endgültige Entscheidung allerdings dem Kreistag. Nach den aktuellen Planungen wird die Personalie nun zunächst im Ausschuss Feuerschutz, Integration und Ordnung am 6. Dezember sowie im Kreisausschuss und letztlich im Kreistag am 11. Dezember 2023 beschlossen.

Ich gehe aber davon aus, dass der Kreistag ebenso wie die vorbereitenden Gremien dem einstimmigen Votum der Versammlung folgen wird, betonte Kreisrat Dr. Winfried Wilkens, der zuvor die Wahlleitung übernommen hatte.

Flohre, der derzeit das Amt des Abschnittsleiters für den Brandabschnitt Süd innehat, erfüllt alle vorgeschriebenen Voraussetzungen für die Position des Kreisbrandmeisters. Dies schließt unter anderem eine erfolgreiche Teilnahme am Verbandsführer-Lehrgang, eine mindestens zweijährige Dienstzeit in verschiedenen leitenden Funktionen sowie eine Gesamtdienstzeit von mindestens 10 Jahren ein.

„Die Kreisfeuerwehr ist nix ohne euch“, betonte Flohre nach der Wahl. Ich freue mich und bin stolz, dass ich heute so einen großen Rückhalt von euch erhalten habe. Das ist eine tolle Basis für die bevorstehenden Aufgaben.

Zu den ersten Gratulanten zählten neben Kreisrat Dr. Wilkens auch Regierungsbrandmeister Matthias Röttger, Kreisbrandmeister Cornelis van de Water, Brandschutzabschnittsleiter Nord Herbert Kempe sowie die stellvertretenden Brandschutzabschnittsleiter Nord Ralf George und Süd Michael Janböke. Die Amtszeit von Flohre beginnt planmäßig am 01.09.2024. Bis dahin muss dann auch ein Nachfolger für die Position des Brandabschnittsleiters Süd gefunden werden.

Nach der Wahl berichtete Michael Janböke von aktuellen Themen der Kreisbrandmeisterdienstbesprechung, die Anfang der Woche in Celle stattgefunden hatte. Anschließend informierte Kreisausbildungsleiter Sven Schumacher die Führungskräfte über die bevorstehenden Änderungen in der Truppmann-Ausbildung, die zum Jahreswechsel in Kraft treten werden.

Mit dem 01.01.2023 werden keine Truppführer-Lehrgänge mehr auf Landesebene angeboten. Stattdessen wird eine modulare Ausbildung eingeführt, die in „Basismodule“ und „Ergänzungsmodule“ unterteilt ist. Die Basismodule sind für alle Mitglieder der aktiven Freiwilligen Feuerwehr verpflichtend, während die Ergänzungsmodule je nach den Bedürfnissen der einzelnen Feuerwehren durchgeführt werden sollen. Die Module können sowohl als Online-Schulungen in den örtlichen Feuerwehren als auch als Fortbildungen beim Landkreis absolviert werden.

Zur Umsetzung dieses Konzepts wurde auf Landkreisebene ein Arbeitskreis ins Leben gerufen, bestehend aus Ausbildern der bisherigen Truppmann Teil 1 Ausbildung und Vertretern der vier Feuerwehrverbände. Ziel ist, eine einheitliche Ausbildung im Landkreis zu gewährleisten, indem Unterrichtspläne angeglichen und Inhalte der Ergänzungsmodule festgelegt werden. Zudem berichtet Schumacher von einer Änderung bei den Lehrgangsanmeldungen an der NLBK in Celle und Loy. Die Lehrgangsanmeldung wird 2024 nur noch über das landeseinheitliche EDV-Programm „Feueron“ möglich sein.

Text und Fotos. Volker Köster

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