Quakenbrück -
17.09.2022
Großübung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord und dem THW  beim Naturprodukthersteller cdVet in Fürstenau
Am Samstag fand an der Fürstenauer Industriestraße eine groß angelegte Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord und dem THW Quakenbrück mit insgesamt 140 Einsatzkräften beim Naturprodukthersteller cdVet statt.Vor Beginn der Übung begrüßte […]

Am Samstag fand an der Fürstenauer Industriestraße eine groß angelegte Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord und dem THW Quakenbrück mit insgesamt 140 Einsatzkräften beim Naturprodukthersteller cdVet statt.Vor Beginn der Übung begrüßte Bereitschaftsführer Till Kramer neben den Fachzügen auch die 13 Kameradinnen und Kameraden des THW Quakenbrück, die mit der Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung an der Übung teilnahmen.

Das Übungsszenario wurde von Kameraden der Feuerwehr Fürstenau ausgearbeitet und sah folgendes vor: Auf dem Firmengelände an der Industriestraße soll es eine Verpuffung gegeben haben, die Feuerwehr Fürstenau war selber bei diversen anderen Einsätzen gebunden und somit nicht einsatzbereit.In einem Gebäude der Firma wurden Wartungsarbeiten durchgeführt und es galten 7 Mitarbeiter als vermisst. In einem auf dem Gelände befindlichen Regenrückhaltebecken befanden sich ebenfalls mehrere verunfallte Personen. Da das örtliche Trinkwassernetz ausgefallen war, konnten sämtliche Hydranten im Stadtgebiet nicht für die Wasserversorgung genutzt werden.

Übungsablauf:

Die Verkehrslenkung führte die Einsatzkräfte vom Bereitstellungsraum Robert-Bosch-Ring zur Einsatzstelle an der Industriestraße, von wo aus die einzelnen Züge ihre Einsatzaufträge erhielten.

Während der Fachzug 1 eine Wasserentnahmestelle und die Übergabestation an den Fachzug 2 einrichtete, sicherte die Verkehrslenkung die an und Abfahrt der Tanklöschfahrzeuge auf der B402 ab.

Der Fachzug 3 wurde zur Personenrettung am Regenrückhaltebecken eingesetzt, hier unterstützte das Technische Hilfswerk mit dem Aufbau einer mobilen Straße, damit die Einsatzfahrzeuge zum Regenrückhaltebecken vorfahren konnten. Im Regenrückhaltebecken selbst befanden, sich 3 Personen, wovon zunächst eine ansprechbar und die anderen Bewusstlos vorgefunden wurden. Zunächst wurden Feuerwehrkameraden zur Betreuung der Personen in das Becken geschickt und die Rettung vorbereitet.

Der Fachzug 5 wurde zur Menschenrettung in der Halle sowie zur Brandbekämpfung der Halle und Riegelstellung zu einer weiteren Halle eingesetzt. Das Technische Hilfswerk leuchtete den Küchenplatz für das Personal des Fachzuges 4 aus.

Nachdem die Brandbekämpfung an der Halle angelaufen war, stellte sich heraus, dass das anfallende Oberflächenwasser durch Rohre in das Regenrückhaltebecken floss. Der Fachzug 3 sah sich nun einer zusätzlichen Herausforderung entgegen: 3 Personen aus dem vom mit kontaminiertem Löschwasser, volllaufenden, Becken zu retten. Hierfür wurden aus tragbaren Leitern eine Konstruktion gebaut, auf der die geretteten mit einer Schleifkorbtrage aus dem Becken gezogen werden konnten. Die Leitern wurden hierbei genauso gegen ein abrutschen gesichert wie die im Becken zur Rettung eingesetzten Kräfte.

Rettungsdienstlich abgesichert wurden die eingesetzten Kräfte durch Personal und einen Rettungswagen der SEG 1. Die Tanklöschfahrzeuge benötigten für eine Runde von der Einsatzstelle über die B402 bis nach Lonnerbecke und zurück im Pendelverkehr durchschnittlich 12 Minuten.

Nachdem alle Szenarien unter den wachsamen Augen der Übungsbeobachte abgearbeitet worden waren, verkündete Bereitschaftsführer Till Kramer das Übungsende. Nachdem alles zurückgebaut worden war, konnte ein tolles Mittagessen vom Fachzug 4 entgegengenommen werden.

Till Kramer bedankte sich bei der Familie Dingmann für das zur Verfügung stellen seiner Firma für die Übung. Des Weiteren bedankte sich Kramer beim THW, der SEG 1 und den anwesenden Kameradinnen und Kameraden für die gute Zusammenarbeit.

Text und Fotos: Patrick Siebrecht

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