Bolbec -
14.11.2024
Gelebte deutsch-Französische Freundschaft – Eindrücke von der Jugendfeuerwehr in Bolbec – den „Jeunes Sapeurs Pompiers“
„Einblicke in gelebte deutsch-französische Freundschaft: Die Jugendfeuerwehr im französischen Bolbec zeigt Disziplin, Teamgeist und Tradition. Die Jugendlichen meistern ihren Einsatz zum Partnerschaftsjubiläum mit Hingabe – selbst im strömenden Regen.“

In den drei Gemeinden des Wittlager Landes gibt es ebenfalls Jugendfeuerwehren, teilweise in der Mini-Gruppe mehr spielerisch unterwegs, dann die schon größeren Mädchen und Jungen, die langsam an die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr herangeführt werden.

Etwas anders ist die Jugendfeuerwehr in Bolbec schon strukturiert. Sie besteht dort zurzeit aus 34 Jugendlichen, davon 17 Mädchen, also schon paritätisch, obwohl dies nicht als Ziel vorgegeben ist. Vier Jahre sind die französischen Nachbarn in der Jugendfeuerwehr. Sie erhalten während dieser Zeit eine intensive Ausbildung. Im Rettungseinsatz ist Disziplin eine unabdingbare Voraussetzung, Kommandos müssen befolgt werden, so dass nicht andere Feuerwehrkräfte oder die zu rettenden Personen gefährdet werden.

Bei der feierlichen Einweihung des neuen Volksparks „Friedensplatz“ mit einer Ministerin aus der Zentralregierung in Paris und dem Vizepräfekten aus dem Bezirk 76 Seine-Maritim war die Jugendfeuerwehr Bolbec als Marschgruppe angetreten, mit Flagge und dem in Frankreich geschätzten Laternen-Leuchter. Es regnete leider dauerhaft in Strömen, alle Besucher waren mit Regenkleidung und Schirmen geschützt, aber die Jeunes Sapeurs Pompiers hielten die Stellung, sie waren völlig durchnässt, hielten aber trotzdem durch.

In Frankreich werden Traditionen vermutlich mehr gepflegt als hierzulande. Deshalb wird die Tradition schon in der Jugend zelebriert und dies mit Überzeugung. Die Mentalität der Nachbarn sollte vor dem geschichtlichen Hintergrund betrachtet werden, etwa die frz. Revolution, die die Freiheitsrechte erkämpfte – und noch heute gehen unsere Nachbarn auf die „Barrikaden“, wenn sie mit staatlichen Maßnahmen nicht einverstanden sind.

Es ist zu erwarten, dass die Jugendfeuerwehren aus den beiden Partner-Regionen weiterhin intensiv Kontakte pflegen.TExt ui

Text und Fotos: Eckhard Grönemeyer

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