Ein Brand eines Mähdreschers löste am Donnerstagnachmittag (30. Juli) in Bohmte einen umfangreichen Flächen- und Waldbrand aus. Innerhalb kurzer Zeit griffen die Flammen von einem Stoppelfeld auf einen angrenzenden Waldbereich über. Mehrere Wohngebäude gerieten dadurch in Gefahr. Dank des schnellen und koordinierten Eingreifens der Einsatzkräfte konnte eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert und die Wohnbebauung größtenteils geschützt werden. Ein Wohnhaus an der Hunteburger Straße wurde dennoch durch den Brand beschädigt.


Neben den Feuerwehren aus Bohmte, Ostercappeln, Bad Essen und Belm waren zahlreiche weitere Kräfte aus dem Landkreis Osnabrück sowie benachbarten Landkreisen und Kommunen im Einsatz. Unterstützt wurden sie vom Deutschen Roten Kreuz, den Maltesern und dem Technischen Hilfswerk.


Auch die Kreisfeuerwehr Osnabrück stellte früh umfangreiche Unterstützung bereit. Zum Einsatz kamen der Einsatzleitwagen 2, die Drohneneinheit Süd sowie der Schlauchwechselwagen der Feuerwehrtechnischen Zentrale Süd mit zusätzlichem Schlauchmaterial, Atemluftflaschen und ABEK-Filtern. Die Löschwasserversorgung wurde neben den eingesetzten Tanklöschfahrzeugen auch durch Landwirte sichergestellt, die mit Wasserfässern wertvolle Unterstützung leisteten.


Nachdem der Brand am Abend unter Kontrolle gebracht werden konnte, begann der kräftezehrende Teil des Einsatzes. Auf einer etwa zwei bis drei Hektar großen Waldfläche mussten zahlreiche tief sitzende Glutnester im Waldboden aufgespürt und sorgfältig abgelöscht werden. Immer wieder sorgten Windböen dafür, dass einzelne Brandstellen erneut aufflammten. Das unwegsame Gelände mit dichtem Totholz erschwerte die Arbeiten zusätzlich.


Um jedes Glutnest zuverlässig abzulöschen, gingen die Einsatzkräfte systematisch in Dreiertrupps vor. Ausgerüstet mit D-Strahlrohren, Hacken und teilweise Wärmebildkameras arbeiteten sie sich Schritt für Schritt durch das Brandgebiet. Viele Bereiche mussten mehrfach kontrolliert und erneut nachgelöscht werden, bevor keine Rauchentwicklung mehr festzustellen war. Aufgrund der hohen körperlichen Belastung wurden die Trupps regelmäßig ausgetauscht.
Das THW Bad Essen übernahm in den Abend- und Nachtstunden mit seiner Fachgruppe Beleuchtung die großflächige Ausleuchtung der Einsatzstelle. Gleichzeitig stellte der Fachzug 4 der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord die Verpflegung der Einsatzkräfte sicher.


Da bereits früh absehbar war, dass sich die Nachlöscharbeiten bis in die Morgenstunden hinziehen würden, entschied die Einsatzleitung in der Nacht, die eingesetzten Kräfte planmäßig abzulösen. Noch in der Nacht und in den frühen Morgenstunden übernahmen weitere Fachzüge der Kreisfeuerwehrbereitschaften Süd und Nord die Kontroll- und Nachlöscharbeiten. Durch diesen strukturierten Personalwechsel konnte die Einsatzbereitschaft dauerhaft sichergestellt werden.
Seiten dem Morgen ist die Freiwillige Feuerwehr Herringhausen weiterhin an der Einsatzstelle im Einsatz, um verbleibende Glutnester zu kontrollieren und abzulöschen.
Text: Volker Köster
Fotos: Nord-West-Media und Feuerwehr Herringhausen









