Osnabrück -
15.11.2024
Erfolgreicher Start der Fortbildungsserie „MANV 2024/2025“ im Landkreis Osnabrück
In diesem Herbst startete im Landkreis Osnabrück die neue Fortbildungsserie „Massenanfall von Verletzten (MANV) 2024/2025“. Zwei Termine an der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) Nord in Bersenbrück wurden bereits erfolgreich durchgeführt, zwei weitere folgen in den kommenden Wochen an der FTZ Süd.…

In diesem Herbst startete im Landkreis Osnabrück die neue Fortbildungsserie „Massenanfall von Verletzten (MANV) 2024/2025“. Zwei Termine an der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) Nord in Bersenbrück wurden bereits erfolgreich durchgeführt, zwei weitere folgen in den kommenden Wochen an der FTZ Süd. Ziel der Schulung ist es, Führungskräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst bestmöglich auf die Herausforderungen bei einem sogenannten Massenanfall von Verletzten (MANV) oder einer lebensbedrohlichen Einsatzlage (LebEL) vorzubereiten.

Die Referenten Amin Schnieder und Benedikt Guss vom Fachdienst Ordnung des Landkreises Osnabrück sowie Trainer David Kampha hatten ein interessantes Programm vorbereitet. Nach einer theoretischen Einführung in die Strukturen und Abläufe des Landkreises Osnabrück bot ein realitätsnahes Planspiel den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Führungskompetenzen in anspruchsvollen Szenarien anzuwenden und zu vertiefen. Einiges war dabei schon bekannt und musste nur aufgefrischt werden. Ganz neu hingegen war das erst im Sommer dieses Jahres verabschiedete sogenannte „LebEL“-Konzept, das sich mit Einsatzlagen beschäftigt, die für die eingesetzten Kräfte aufgrund besonderer Gewaltsituationen lebensbedrohlich sein können.

Die Fortbildungsreihe richtet sich an aktive Führungskräfte mit der Qualifikation Gruppenführer oder höher, die ehrenamtlich im Landkreis Osnabrück tätig sind. Ziel ist es, die Teilnehmenden für seltene, aber kritische Einsatzlagen zu rüsten und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren und des Rettungsdienstes im Landkreis zu stärken.

Hintergrund ist die steigende Komplexität solcher Szenarien. Massenanfälle von Verletzten und Gewaltsituationen mit spezifischen Risiken sind im Osnabrücker Land aktuell glücklicherweise rückläufig, erfordern jedoch im Ernstfall eine präzise und koordinierte Einsatzführung. Insbesondere die zuerst eintreffenden Kräfte tragen daher eine hohe Verantwortung, um schnellstmöglich die Versorgung der Betroffenen sicherzustellen.

Die ersten beiden Termine wurden von den Teilnehmenden durchweg positiv bewertet. Die Kreisfeuerwehr und der Fachdienst Ordnung des Landkreises Osnabrück sehen in der Fortbildung einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Sicherheit im Osnabrücker Land. Daher ist auch geplant, sie dauerhaft im Ausbildungsprogramm der Kreisfeuerwehr zu integrieren.

Text und Fotos: Volker Köster

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