BRAMSCHE -
09.03.2017
Ortsfeuerwehr Bramsche schockt  
Mitten in der Bramscher Innenstadt. Ein Mann bricht vor den Augen seiner Angehörigen leblos zusammen. Ersthelfer versuchen ihr Bestes, das Leben des Mannes zu retten. Sie beginnen mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung, alarmieren den Rettungsdienst. Vor Ort kann dieser leider nichts mehr…

Mitten in der Bramscher Innenstadt. Ein Mann bricht vor den Augen seiner Angehörigen leblos zusammen. Ersthelfer versuchen ihr Bestes, das Leben des Mannes zu retten. Sie beginnen mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung, alarmieren den Rettungsdienst. Vor Ort kann dieser leider nichts mehr für den Mann tun. Er ist am plötzlichen Herztod verstorben, wie sich später herausstellt. Am Montag wurde die Sicherheit für die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Bramsche weiter erhöht. Die Stiftung der Kreissparkasse Bersenbrück übergab im Feuerwehrhaus an der Osnabrücker Strasse einen Defibrillator an den Förderverein der Feuerwehr Bramsche und Mitglieder der Ortsfeuerwehr Bramsche. Carsten Grade von der Kreissparkasse ist sichtlich stolz auf diese Art, etwas in der Gesellschaft und im sozialen Bereich tun zu können: „Mit Hilfe dieser Anschaffung des Gerätes, können Sie Leben retten. Ich hoffe, dass Sie das Gerät trotzde nicht einsetzen müssen. Bei der Feuerwehr ist so ein Gerät mit Sicherheit in guten Händen!“ Dieses Gerät wird nun auf dem erstausrückenden Feuerwehrfahrzeug der Ortsfeuerwehr im Notfallrucksack transportiert. „Gerade Einsatzkräfte, welche im Atemschutzeinsatz sind, leisten Schwerstarbeit. Hier ist der Fall einer plötzlichen Herzerkrankung deutlich erhöht.“ so Ortsbrandmeister Jörg Ludwigs. Sein Stellvertreter Bastian Heuer ergänzt: „Es ist einfach gut zu wissen, dass wir unseren eigenen Kräften im Notfall, sollte noch kein Rettungsdienst an der Einsatzstelle sein, umgehend helfen können.“ Herr Grade hat ein weiteres Beispiel: „In der Filiale der Kreissparkasse Quakenbrück konnte mit Hilfe eines Defibrillators eine Person wiederbelebt werden. Und die Handhabung ist sehr einfach, der redet ja mit einem und sagt was zu tun ist.“ Da das Thema jeden zu jeder Zeit treffen kann zeigt der Fall einer Einsatzkraft der Feuerwehr Niebüll. Der Feuerwehrmann brach während Löscharbeiten vor den Augen der anderen Einsatzkräfte leblos zusammen und musste wiederbelebt werden. Der Förderverein der Feuerwehr Bramsche hat sich mit Dr. Andrä aus Bramsche diesem Thema angenommen und die nötigen Gespräche geführt sowie das Gerät ausgesucht. Bei dem knapp 1.500€ teuren Gerät sind die Folgekosten überschaubar. Der Kosten-Nutzen-Faktor überwiegt hier auf jeden Fall. Natürlich ist der Defibrillator nicht nur den Einsatzkräften vorenthalten. „Dieses Gerät ist praktisch bei jedem Einsatz dabei und natürlich auch umstehenden Passanten wertvollste Hilfe leisten. Unsere Kräfte sind nicht nur in der Brandbekämpfung oder technischen Hilfeleistung geschult. Sie können natürlich auch medizinische Hilfe leisten und das Gerät bietet hier einen wertvollen Vorteil.“ so der Ortsbrandmeister Ludwigs. Jedes Jahr kommt es bei 65.000 Personen in Deutschland laut Statistik des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung e.V. zum Tod aufgrund plötzlichen Herzversagens. Das Herz pumpt kein Blut mehr, zittert nur noch vor sich hin. „Hier helfen Defibrillatoren, oder auch automatisch externe Defibrillatoren genannt, das Herz aus diesem Flimmerzustand zu befreien. Durch eine Kombination mit den Geräten und einer Herz-Lungen-Wiederbelebung steigen die Erfolgsaussichten auf eine Genesung gewaltig.“ so Pressesprecher und Ausbilder für Erste Hilfe Marc Piwinski. „Es muss nur getan werden. Falsch machen kann man hier nichts, außer einfach daneben zu stehen und nichts zu machen“ so Piwinski weiter. Auf den kommenden Dienstabenden werden die Einsatzkräfte auf das neue Gerät geschult und eingewiesen. Text und Foto::
Marc Piwinski

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