Bohmte -
12.03.2026
Kreisfeuerwehr informiert über aktuelle Entwicklungen – Kleine Dienstbesprechung in Bohmte
Zu einer kleinen Dienstbesprechung trafen sich am Dienstagabend Führungskräfte der Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Osnabrück im Feuerwehrhaus Bohmte. Kreisbrandmeister Ludger Flohre hatte Stadt-, Gemeinde- und Werkbrandmeister, Vertreter der Feuerwehrverbände sowie die Führungskräfte der Kreisfeuerwehr eingeladen, um über aktuelle Entwicklungen…

Zu einer kleinen Dienstbesprechung trafen sich am Dienstagabend Führungskräfte der Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Osnabrück im Feuerwehrhaus Bohmte. Kreisbrandmeister Ludger Flohre hatte Stadt-, Gemeinde- und Werkbrandmeister, Vertreter der Feuerwehrverbände sowie die Führungskräfte der Kreisfeuerwehr eingeladen, um über aktuelle Entwicklungen im Feuerwehr- und Katastrophenschutz zu informieren.

Neben Themen aus der Kreisfeuerwehr stand auch die aktuelle Situation in der Kreisverwaltung im Mittelpunkt. Kreisrat Malte Stakowski berichtete über den vom Kreistag beschlossenen Haushalt, der trotz eines Defizits von rund 43 Millionen Euro weiterhin wichtige Investitionen in den Bevölkerungsschutz vorsehe. Dabei betonte er die große Wertschätzung gegenüber den Feuerwehren im Landkreis. So werde weiterhin in das Fahrzeugkonzept der Kreisfeuerwehr sowie in die Sireneninfrastruktur investiert. Auch der verwaltungsinterne Katastrophenschutzstab werde weiter ausgebaut, um im Ernstfall schnell handlungsfähig zu sein. Besonders erfreulich sei zudem die Entscheidung des Kreistages, den Zuschuss für die Kinder- und Jugendfeuerwehren auf 10.000 Euro zu erhöhen. Dies unterstreiche die Bedeutung der Nachwuchsarbeit in den Feuerwehren.

Ein weiteres wichtiges Thema war die geplante neue Rettungsleitstelle. Die derzeitige Leitstelle im Kreishaus stoße zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen. Deshalb soll eine neue Leitstelle errichtet werden. Der Kreistag habe diesem Vorhaben bereits zugestimmt; eine entsprechende Entscheidung der Stadt Osnabrück stehe noch an, so Stakowski

Auch innerhalb der Kreisfeuerwehr gibt es organisatorische Entwicklungen. Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich derzeit mit dem Aufbau einer Führungseinheit der Kreisfeuerwehr. Dabei werden modulare Bausteine entwickelt, um unter anderem auch bestehende Einheiten wie die Informations- und Kommunikationsgruppen sowie Drohnengruppen einzubinden. Ziel ist es, künftig ausreichend Personal vorzuhalten, um bei größeren Schadenslagen auch einen länger andauernden Schichtbetrieb sicherstellen zu können.

Darüber hinaus informierte die Kreisfeuerwehr über Veränderungen im Fachzug Dekontamination der Feuerwehrbereitschaft Umweltschutz. Da sich zwei bisherige Standorte aus diesem Bereich zurückziehen, werden derzeit Gespräche geführt, um neue Standorte und Feuerwehren für diese wichtige Aufgabe zu gewinnen.

Auch auf Landesebene gibt es neue Entwicklungen. Das Land Niedersachsen hat eine Abfrage für neue Katastrophenschutzfahrzeuge gestartet, darunter das Löschgruppenfahrzeug LF 20 KatS sowie das Tanklöschfahrzeug TLF 3000 V. Letzteres ist speziell für Vegetations- und Waldbrandeinsätze konzipiert und eignet sich daher insbesondere für Einsätze in der Vegetationsbrandbekämpfung.

Ein weiteres Thema betraf die Interoperabilität von Atemschutzgeräten. Nachdem ein entsprechendes Informationsblatt der Dekra aus dem Jahr 2009 im Jahr 2024 zurückgezogen wurde, ist der Einsatz unterschiedlicher Systeme und Hersteller nicht mehr automatisch möglich. Künftig ist dafür eine Gefährdungsbeurteilung auf Ebene der jeweiligen Kommune erforderlich. Für die vom Landkreis beschafften Atemschutzflaschen erfolgt diese Bewertung durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit des Landkreises.

Außerdem wird die bisherige Technische Einsatzleitung Bahn organisatorisch weiterentwickelt. Die bisherigen sechs TE-Bahn Einheiten sollen künftig als Fachzüge in einer neuen Kreisfeuerwehrbereitschaft Schwere Technische Hilfeleistung zusammengeführt werden. Dadurch soll die Einsatzfähigkeit bei größeren Schadenslagen weiter gestärkt werden.

Im Rahmen der Dienstbesprechung hatten die Teilnehmer zudem Gelegenheit, zwei neue Wechselladerfahrzeuge zu besichtigen, die in der Gemeinde Bohmte sowie in der Stadt Georgsmarienhütte stationiert wurden und künftig für verschiedene Einsatzmodule der Kreisfeuerwehr eingesetzt werden und auch von den gemeindlichen Feuerwehren angefordert werden können.

Text und Fotos: Volker Köster

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