OSNABRÜCK -
23.11.2017
Große Dienstbesprechung der Feuerwehren des Landkreises Osnabrück – Kreisbrandmeister Cornelis van de Water einstimmig zur Wiederwahl vorgeschlagen  
Rund 200 Teilnehmer konnte Kreisbrandmeister Cornelis van de Water am Freitagabend im Sitzungssaal des Kreishauses zur Großen Dienstbesprechung der Kreisfeuerwehr Osnabrück begrüßen. Neben den Führungskräften aus den Feuerwehren des Osnabrücker Landes gehörten zu den Gästen Vertreter der Polizeidirektion und der…

Rund 200 Teilnehmer konnte Kreisbrandmeister Cornelis van de Water am Freitagabend im Sitzungssaal des Kreishauses zur Großen Dienstbesprechung der Kreisfeuerwehr Osnabrück begrüßen. Neben den Führungskräften aus den Feuerwehren des Osnabrücker Landes gehörten zu den Gästen Vertreter der Polizeidirektion und der Polizeiinspektion Osnabrück, die Repräsentanten der anderen Hilfsorganisationen, mehrere Mitglieder des Feuerschutzausschusses sowie die für das Feuerwehrwesen zuständigen Sachbearbeiter der kreisangehörigen Kommunen. Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung war der amtierende Kreisbarndmeister zuvor von den Stadt-, Gemeinde- und Ortsbrandmeister einstimmig zur Wiederwahl für die kommenden sechs Jahre vorgeschlagen worden. Die entgültige Entscheidung hat aber nun der Kreistag, denn der Kreisbrandmeister wird in das Ehrenbeamtenverhältnis des Landkreises Osnabrück berufen. Besonders die ehrenamtliche Arbeit der vielen Freiwilligen Feuerwehren sei beispielhaft, sagte Landrat Michael Lübbersmann in seiner Begrüßung. Hilfe und Einsatz vor Ort – dafür sei eine leistungsstarke Feuerwehr wichtig. Freiwillige Feuerwehrleute sollten in den Betrieben unterstützt werden. „Das werde ich in die Betriebe tragen.“ Er hoffe ganz besonders, dass die Freiwilligen am Arbeitsplatz entsprechende Freiräume bekommen. Fachspezifisch stellte der einstimmig wiedergewählte Kreisbrandmeister Cornelis van de Water die Arbeit der letzten zwölf Monate vor. Themen wie Lehrgangsbelegungen, die immer noch nicht laufende Software „FeuerOn“ oder auch die Alarm- und Ausrückordnungen betrafen vor allem die Fachleute im Plenum. Erfreulich sei vor allem die Nachwuchsgewinnung in der Region. So wurde beispielsweise die Kinderfeuerwehr Melle gegründet. Mit der neuen Jugendfeuerwehr in Glandorf, immerhin die 30 in Landkreis Osnabrück, werde auch weiter aktiv im Jugendbereich gearbeitet. Neue Wege geht die Feuerwehr mit der AG „Feuerwehr trifft Schule“ an der IGS Bramsche. Hier wollen die Feuerwehren Kinder und Jugendliche, die nichts mit der Feuerwehr zu tun haben, an das Thema heranbringen. Nachwuchssorgen sieht Regierungsbrandmeister Frank Knöpker nicht. Er befürchtete eher, dass die Feuerwehren an der Spitze in Zukunft nicht mehr die nötige Qualität haben. Die Führung einer Feuerwehr sei eine anspruchsvolle Aufgabe, die bei den Freiweilligen Feuerwehren ebenfalls ehrenamtlich erfolge. Das erfordere viel Einsatz und Kraft. Er selbst habe dies am eigenen Körper erfahren und müsse nun leider im kommenden Jahr sein Amt aus gesundheitlichen Gründen abgeben. Zum Abschluss seiner Dienstzeit wollte er aber noch einmal den anwesenden Vertretern des Kreistages sowie den Gemeindeverwaltungen ins Gewissen reden: „Feuerwehrleute sind Fachberater aller höchster Qualität“, sagte Knöpker. Die Wertschätzung für die Feuerwehren reiche in den Gemeinden nicht immer. „Feuerwehr ist kein Hobby, Feuerwehr ist eine Lebenseinstellung, so der engagierte Regierungsbrandmeister. Personelle Veränderung gibt es bei der Kreisfeuerwehr im Bereich der Feuerwehrseelsorge. Tobias Roggenkamp gibt das Amt als Fachdienstleiter aus beruflichen Gründen ab, da er künftig nicht mehr im Landkreis Osnabrück leben wird. Nachfolgerin wird Eva-Maria Meese aus Neuenkirchen. Sie erhielt von Roggenkamp am Freitag den sprichwörtlichen Staffelstab. Die Leistungen der Feuerwehren im Landkreis lobte auch Kreisrat Winfried Wilkens. „Die Feuerwehren sind personell und ausstattungstechnisch gut aufgestellt“, konstatierte er. Von Seiten der Kreisverwaltung werde hier auch alles getan, um die Situation weiter zu verbessern. Erfreulich sei auch das Projekt der „Mobilen Retter“. 500 Ehrenamtliche haben sich bereits in den letzten zwei Monaten zu Ersthelfern ausbilden lassen. Im Notfall erhalten sie eine Nachricht auf ihr Handy und können, wenn sie in der Nähe sind, Erstmaßnahmen einleiten bis die hauptamtlichen Retter eintreffen. 91 Alarmierungen und 39 Einsätze habe es laut Wilkens bislang gegeben. Nach dem Schlußwort von Abschnittsleiters Süd Matthias Röttgerklang die große Dienstbesprechung mit einem Empfang im Kreishaus-Restaurant aus. Text:
NOZ und Volker Köster

Fotos:
Landkreis Osnabrück

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