Die Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB) „Schwere Technische Hilfe“ des Landkreises Osnabrück hat am 30. Mai 2026 eine umfassende Führungskräftefortbildung in Belm durchgeführt. Rund 50 Führungskräfte, Zugführer, Gruppenführer und weitere Funktionsträger aus den sechs Fachzügen der Bereitschaft nutzten die Veranstaltung, um ihr Fachwissen zu vertiefen, Erfahrungen auszutauschen und die Zusammenarbeit innerhalb der noch jungen Kreisfeuerwehrbereitschaft weiter zu stärken.


Die Kreisfeuerwehrbereitschaft „Schwere Technische Hilfe“ besteht seit Anfang des Jahres in ihrer heutigen Struktur. Sie ging aus der bisherigen Technischen Einheit Bahn hervor und bündelt inzwischen die Kompetenzen von sechs spezialisierten Fachzügen aus dem gesamten Landkreis Osnabrück. Gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk (THW) bildet die Bereitschaft eine leistungsfähige Einheit für komplexe technische Hilfeleistungen und besondere Schadenslagen. Ziel ist es, bei außergewöhnlichen Einsatzereignissen schnell, koordiniert und mit umfangreicher Spezialtechnik Hilfe leisten zu können.


Den Auftakt der Fortbildung bildete ein Fachvortrag zur Bautechnik. Ein Baufachberater des THW-Ortsverbandes Lohne vermittelte den Teilnehmenden wichtige Grundlagen über Bauwerkskonstruktionen, typische Schadensbilder sowie die Beurteilung von Gebäuden nach Schadensereignissen. Gerade bei Einsätzen nach Unfällen, Bränden oder Teileinstürzen seien fundierte Kenntnisse über das Verhalten von Bauwerken von großer Bedeutung, um Einsatzkräfte und Betroffene bestmöglich schützen zu können.


Im weiteren Verlauf standen die Aufarbeitung und Analyse realer Einsatzlagen aus dem Landkreis Osnabrück im Mittelpunkt. Anhand des Einsatzes „Auto in Haus“ in Bohmte wurden die besonderen Herausforderungen bei der technischen Rettung und Sicherung des beschädigten Gebäudes vorgestellt. Die Referenten beleuchteten dabei sowohl die technischen Maßnahmen als auch die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse.
Ein weiterer Vortrag beschäftigte sich mit dem Einsatz bei einem brennenden Zug in Hasbergen. Die komplexe Einsatzlage bot zahlreiche Ansatzpunkte für eine fachliche Nachbereitung. Im Fokus standen insbesondere die taktischen Entscheidungen der Einsatzleitung, die Koordination der eingesetzten Kräfte sowie die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen. Die gewonnenen Erfahrungen sollen dazu beitragen, zukünftige Einsätze dieser Art noch effektiver bewältigen zu können.

Besonderes Interesse fand zudem die Vorstellung einer modernen Evakuierungsplattform beziehungsweise Evakuierungstreppe. Die Teilnehmenden erhielten einen umfassenden Einblick in die technischen Möglichkeiten des Systems und dessen Einsatzspektrum. Solche Einrichtungen können insbesondere bei Evakuierungen aus Zügen, erhöhten Bereichen oder anderen schwer zugänglichen Objekten einen wichtigen Beitrag zur sicheren Rettung von Personen leisten.
Neben den fachlichen Inhalten bot die Veranstaltung auch ausreichend Gelegenheit zum Austausch zwischen den Führungskräften der einzelnen Fachzüge. Gerade die Vernetzung und das gegenseitige Kennenlernen seien wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit bei größeren Schadenslagen, bei denen die Kräfte aus dem gesamten Landkreis gemeinsam eingesetzt werden.
Für die Verpflegung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgte die Kreisfeuerwehrbereitschaft Osnabrück Nord, die ein gemeinsames Mittagessen vorbereitete und damit zugleich den kameradschaftlichen Austausch unterstützte.
Organisiert wurde die Fortbildung durch den 3. Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft „Schwere Technische Hilfe“ unter der Leitung von Klaus Dieckmeyer und Daniel Schmock. Die Organisatoren zeigten sich mit der Resonanz und dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden. Die Fortbildung habe nicht nur wertvolle fachliche Impulse vermittelt, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur weiteren Entwicklung und Vernetzung der Kreisfeuerwehrbereitschaft geleistet.
Mit regelmäßigen Fortbildungen dieser Art stellt die Kreisfeuerwehrbereitschaft „Schwere Technische Hilfe“ sicher, dass ihre Führungskräfte auf aktuelle Herausforderungen vorbereitet sind und auch künftig bei außergewöhnlichen Einsatzlagen kompetent und professionell handeln können.









