BOHMTE -
17.09.2020
Gemeindebrandmeister geht in fünfte Amtszeit – Bohmter Bügermeisterin überreicht Ernennungsurkunden  
Gleich zwei Ernennungsurkunden hat die Bohmter Bürgermeisterin Tanja Strotmann im Kotten an der Schulstraße an Männer der Freiwilligen Feuerwehr übergeben. Nummer eins ging an Benedikt Placke, der jetzt Ortsbrandmeister ist […]

Gleich zwei Ernennungsurkunden hat die Bohmter Bürgermeisterin Tanja Strotmann im Kotten an der Schulstraße an Männer der Freiwilligen Feuerwehr übergeben. Nummer eins ging an Benedikt Placke, der jetzt Ortsbrandmeister ist – ohne kommissarisch, wie es hieß. Zudem erhielt Gemeindebrandmeister Martin Niermann die inzwischen vierte Verlängerung. Er startet also in die fünfte Amtszeit. Urkundenübergabe mit Abstand vor dem Bohmter Kotten. Im Bild Bürgermeisterin Tanja Strotmann (Mitte) mit Benedikt Placke (links) und Martin Niermann (rechts) sowie Vertretern der Feuerwehren, des Rates und der Verwaltung. Im Mai 2019 war Placke kommissarischer Ortsbrandmeister geworden. Damals sagte Bürgermeister Klaus Goedejohann: „Sobald der noch fehlende Lehrgang nachgewiesen ist, erfolgt die Ernennung.“ Das ist geschehen. Und da Benedikt Placke die erste offizielle Ernennung erlebte, gehörte die Eidesformel dazu. Zuvor hatte die Bürgermeisterin daran erinnert, dass Placke im Jahr 2000 in die Bohmter Jugendfeuerwehr eingetreten war. Von 2007 bis 2020 erfolgte eine Reihe von Beförderungen bis hin zum Brandmeister, selbstverständlich mit den begleitenden Lehrgängen. Strotmann: „Alle Achtung und vielen Dank für die Bereitschaft dazu. Jetzt kann der endgültige Schritt erfolgen.“ Und weiter nach der Urkundenübergabe: „Ich würde dir gern die Hand geben.“ Das wiederum war in Corona-Zeiten nicht möglich. Es konnte aber geklatscht werden – von den Männern des Gemeindekommandos und von den Vertretern der Politik. Seine Feuerprobe im neuen Amt hatte Placke bereits Ende Juni 2019 mit dem Großbrand in einer Rcyclingfirma in Bohmte zu bestehen. Das geschah mit Sternchen, wie Strotmann betonte. Nachdem die Ernennung zum Ortsbrandmeister absolviert war, folgte der „etwas ältere Kollege“, nämlich Gemeindebrandmeister Martin Niermann. Alle, so die Bürgermeistererin, hätten sich sehr gefreut, als Niermann gesagt habe „Das mache ich noch einmal.“ Genauer gesagt bedeutet das, dass er das Amt des Bohmter Gemeindebrandmeisters noch weitere sechs Jahre ausübt. Das alles geschehe neben dem eigenen Beruf. Und Führungs- und Leitungsaufgaben erforderten zusätzliche Arbeit – von der Nach- und Vorbereitung von Treffen des Gemeindekommandos bis zur coronabedingten Erstellung eines Hygienekonzeptes. Strotmann: „Was das alles bedeutet, kann man eigentlich nur ermessen, wenn man selbst zum Gemeindekommando gehört.“ Niermann ist inzwischen seit Mai 1996 Bohmter Gemeindebrandmeister. Eingetreten war er in die Ortswehr Anfang 1983 mit der Grundausbildung. Die Jugendfeuerwehr hatte es damals noch nicht gegeben. Heute ist Niermann 1. Hauptbrandmeister, aber Lehrgänge gehören für ihn weiter dazu. Unmittelbar vor dem Lockdown absolvierte er einen Erste-Hilfe-Lehrgang. In Richtung des neuen Ortsbrandmeisters frotzelte er: „Es ist schon sehr komfortabel, dass heute die Eidesformel zum Ablesen vorliegt und nicht nachgesprochen werden muss.“Neue Feuerwehrhäuser Die Entscheidung weiterzumachen habe er sich nicht leichtgemacht, meinte Niermann. Zwischen den Jahren habe er das Gemeindekommando eingeladen und signalisiert: „Wenn ihr mich noch wollt, mache ich weiter.“ Die Arbeit mache Spaß, und gemeinsam habe man viele tolle Aufgaben vor sich liegen. Der Gemeindebrandmeister unterstrich, dass die Freiwillige Feuerwehr in allen Ortschaften der Gemeinde Bohmte ein sehr hohes Ansehen genieße. Ratsvorsitzender Rolf Flerlage sagte Dank für eine nicht selbstverständliche Arbeit. Wie viel Ausbildungsaufwand und Engagement dahinterstecke, könne von außen oft nicht erkannt werden. Hinzu komme, dass Einsätze immer wieder sehr belastend sein könnten. Flerlage: „Die Politik steht hinter der Feuerwehr. Die Aktiven geben uns Sicherheit, und wir tragen Sorge, dass die Ausrüstung vorhanden ist, die nötig ist, um die Aufgaben zu bewältigen.“ Dazu ergänzte Strotmann: „Die beiden neuen Feuerwehrhäuser in Hunteburg und Herringhausen werden trotz Corona weitergeplant. Es gibt keinen Stopp wegen fehlender Gewerbesteuereinnahmen. Feuerwehr ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde.“ Quelle:
Wittlager Kreisblatt

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