MELLE -
04.11.2020
Feuer in der Wohnung: Feuerwehr rettet Bewohnerin über eine Steckleiter
Auf einem Tankstellengelände in Melle-Buer ist es am Mittwochnachmittag zu einem Unfall mit einem LKW gekommen, in dessen Folge Autogas ausströmte. Der Tankstellenbetreiber reagierte vorbildlich und verhinderte Schlimmeres. Mehrere Meller […]

Auf einem Tankstellengelände in Melle-Buer ist es am Mittwochnachmittag zu einem Unfall mit einem LKW gekommen, in dessen Folge Autogas ausströmte. Der Tankstellenbetreiber reagierte vorbildlich und verhinderte Schlimmeres. Mehrere Meller Ortsfeuerwehren waren im Einsatz, verletzt wurde niemand. Der Fahrer eines LKW fuhr um kurz nach 14 Uhr von der Barkhausener Straße auf das Gelände der Tankstelle und kollidierte aufgrund der Höhe seines Fahrzeugs mit der Überdachung. Durch den Zusammenprall wurden unter anderem die unter dem Dach verlaufenden Gasleitung einer Zapfanlage für Autogas beschädigt. Aus der durchtrennten Zuleitung trat anschließend eine unbekannte Menge Gas aus. Der Tankstellenbetreiber bediente in diesem Moment eine Kundin im Verkaufsraum der Tankstelle und regierte vorbildlich: Er schickte alle Personen vom Gelände, setzte den Notruf ab und verschloss so schnell wie möglich die Hauptleitung zur Gasanlage. Der Disponent der Regionalleitstelle Osnabrück alarmierte daraufhin die Ortsfeuerwehren Buer, Markendorf und Tittingdorf sowie die Rüstwageneinheit der Ortsfeuerwehr Melle-Mitte mit der Einsatzmeldung „Gasaustritt, es strömen größere Mengen Gas aus“. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sperrten zunächst den Gefahrenbereich um die Tankstelle im Ortskern in einem Umkreis von etwa 50 Metern ab. Gemeinsam mit der Polizei Melle evakuierte die Feuerwehr die umliegenden Wohnhäuser. Hierbei trafen die Einsatzkräfte auch auf eine bettlägerige Frau, die unter Abwägung der Gefahren in ihrer Wohnung verbleiben konnte. Während ein Rettungswagen der DRK-Rettungswache Melle zur Absicherung am Busbahnhof (ZOB) in Bereitschaft ging, wurde sicherheitshalber eine Bevölkerungswarnung via KATWARN für den Stadtteil Buer ausgelöst. Mit mehreren Gasmessgeräten untersuchten die Einsatzkräfte das direkte Umfeld der beschädigten Gasanlage, die Räumlichkeiten der Tankstelle sowie die nähere Umgebung. Hierbei wurden die eingesetzten Atemschutztrupps auch von einem zwischenzeitlich angeforderten Techniker eines Energieversorgers aus Melle und der Besatzung des nachalarmierten Messleitwagens der Ortsfeuerwehr Altenmelle unterstützt. Die Messungen zur Gaskonzentration ergaben gegen 15 Uhr keine bedenklichen Werte mehr – das Autogas hatte sich inzwischen weitestgehend verflüchtig. Eine Explosionsgefahr konnten die Einsatzkräfte somit ausschließen. Die evakuierten Anwohner in der Umgebung der Tankstelle konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Bevölkerungswarnung via KATWARN wurde gegen 15:30 Uhr ebenfalls aufgehoben. Zur Bergung des LKW setzten die Einsatzkräfte die Seilwinde des Rüstwagens ein. Hiermit zogen sie das Fahrzeug rückwärts aus seiner vorherigen Position unter der Überdachung. Zeitgleich sicherten weitere Kräfte die beschädigte Gasleitung mit einzelnen Steckleiterteilen. Bis zum Eintreffen eines Fachunternehmens für die Autogas-Zapfanlage stellte die Ortsfeuerwehr Buer weiterhin den Brandschutz sicher. Die Tankstelle blieb vorerst geschlossen. Die Barkhausener Straße musste für etwa anderthalb Stunden gesperrt bleiben. In dieser Zeit konnten auch keine Busse den ZOB anfahren; es kam zu Verkehrsbehinderungen. Etwa 50 ehrenamtliche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Melle waren unter der Leitung des Bueraner Ortsbrandmeisters Tobias Rauer im Einsatz. Text und Fotos:
Feuerwehr Melle

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