Georgsmarienhütte -
01.07.2025
Kreisfeuerwehr Osnabrück startet mit neuem Wechsellader-System – Erstes Fahrzeug feierlich übergeben
Die Feuerwehr Georgsmarienhütte stellt das erste Fahrzeug aus dem neuen Wechselladerkonzept der Kreisfeuerwehr Osnabrück in Dienst – für mehr Schlagkraft und Flexibilität im Einsatz.

Die Kreisfeuerwehr Osnabrück hat einen wichtigen Meilenstein in der Umsetzung ihres zukunftsorientierten Fahrzeugkonzeptes erreicht. Am Montagabend durfte die Ortsfeuerwehr Georgsmarienhütte das erste von insgesamt vier hochmodernen Wechselladerfahrzeugen in Empfang nehmen. Bei einer feierlichen Übergabe, die musikalisch vom Blasorchester Georgsmarienhütte umrahmt und mit einer Segnung durch Pastor Stefan Wagner und Pater Libin begleitet wurde, zeigte sich, welche Bedeutung dieses Fahrzeug weit über den Feuerwehralltag hinaus hat.

v.l.: Pater Libin, Pastor Stefan Wagner, Stv. Stadtbrandmeister Rainer Witt, Stv. Abschnittsleiter Nord Ralf George, Abschnittsleiter Nord Herbert Kempe, Kreisbrandmeister Ludger Flohre, Abschnittsleiter Süd Bernard Funke, Fachdienstleiter Ordnung Volker Trunt, Ortsbrandmeister Michael Steffen und Erster Stadtrat Alexander Herzberg,

In seiner Begrüßungsansprache bedankte sich Ortsbrandmeister Michael Steffen für das Vertrauen seitens des Landkreises Osnabrück und der Kreisfeuerwehr, die das Fahrzeug in die Hände der Ortsfeuerwehr Georgsmarienhütte legen.  für ihn und seine Kameraden sei es Ansporn und Verantwortung zugleich, damit bestmöglich umzugehen und es zum Wohl aller einzusetzen. Abschnittsleiter Süd Bernard Funke sprach von einem besonderen Tag für die Kreisfeuerwehr: „Das neue Wechsellader-System bedeutet für uns einen großen Schritt nach vorn. Es ermöglicht uns, schneller und flexibler auf unterschiedliche Einsatzlagen zu reagieren und dabei auch Kosten zu sparen.“ Er dankte der Stadt Georgsmarienhütte sowie der Ortsfeuerwehr ausdrücklich dafür, dass sie das Fahrzeug unterstellen und auch betreiben.

Mit der Einführung des Wechsellader-Systems setzt der Landkreis Osnabrück die Beschlüsse seines Fahrzeugkonzepts 2040 konsequent um. Ziel ist es, den Fahrzeugpark der Kreisfeuerwehr den veränderten Anforderungen anzupassen, Synergien zu nutzen und die Einsatzfähigkeit langfristig zu sichern. Das flexible System erlaubt es, unterschiedlich ausgestattete Abrollbehälter bedarfsgerecht auf das Trägerfahrzeug aufzusetzen und zur Einsatzstelle zu bringen. Dort können die Behälter abgesetzt werden, während das Fahrzeug für weitere Transporte zur Verfügung steht.

Fachdienstleiter Ordnung der Kreisverwaltung Volker Trunt hob die Investitionssumme hervor: Rund 325.000 Euro seien allein für das Fahrgestell aufgewendet worden, hinzu kämen die Kosten für die Wechselbrücken. Er betonte, dass das Fahrzeug nicht nur der Feuerwehr, sondern auch dem Katastrophenschutz diene und so einen bedeutenden Beitrag zur Sicherheit im gesamten Landkreis und darüber hinaus leiste.

Auch der stellvertretende Stadtbrandmeister Rainer Witt unterstrich die Bedeutung des neuen Systems. Das Wechselladerfahrzeug ergänze den Fahrzeugpark der Stadtfeuerwehr Georgsmarienhütte optimal. Die Stadt plane sogar, künftig einen eigenen Wechselcontainer anzuschaffen, um die Vorteile des Systems noch besser zu nutzen.

Das neue Wechselladerfahrzeug, ein MAN TGS 26.440 mit einer Motorleistung von 440 PS und einem zulässigen Gesamtgewicht von 26 Tonnen, ist dabei speziell auf die Bedürfnisse der Feuerwehr zugeschnitten. Herzstück des Aufbaus ist ein knick- und teleskopierbarer PALFINGER Hakenarm mit einer Hubkraft von 22 Tonnen, der selbst schwere Behälter mühelos bewegen kann. Für besondere Sicherheit und Bedienerfreundlichkeit sorgt eine Kamera am Hakenlift, die beim Anfahren des Containers unterstützt. Zudem verfügt das Fahrzeug über eine automatische Folgesteuerung, die das Abrollen, Aufnehmen und Kippen vollautomatisch und in der richtigen Reihenfolge ausführt. Gesteuert wird der gesamte Prozess über einen großen Joystick im Fahrerhaus; lässt der Fahrer diesen los, stoppt der Vorgang unmittelbar – ein Detail, das nicht nur die Handhabung erheblich vereinfacht, sondern auch für größtmögliche Sicherheit sorgt.

Text und Fotos: Volker Köster

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