Moderne Brandbekämpfung mit dem Cobra-Löschsystem, zivile Alarmplanung im Katastrophenschutz, MANV-Lagen sowie aktuelle Entwicklungen in Ausbildung und Lehrgangsverwaltung – dies sind nur einige der Themen, die beim ersten Termin des diesjährigen Führungskräfteseminars der Kreisfeuerwehr Osnabrück in Bad Essen auf dem Programm standen.


Organisiert und inhaltlich vorbereitet wurde das Führungskräfteseminar von Kreisausbildungsleiter Sven Schumacher, der wieder ein interessantes Programm zugestellt hatte. Erstmals seit der Corona-Pandemie wurde die Veranstaltung wieder als zweitägiges Seminar mit Übernachtung durchgeführt. In den vergangenen Jahren hatte das Seminar lediglich als Tagesveranstaltung stattgefunden. Aus den Reihen der Führungskräfte war jedoch vermehrt der Wunsch geäußert worden, zum bewährten Format mit Abendveranstaltung und Übernachtung zurückzukehren.


„Gerade die Gespräche nach dem offiziellen Teil am Freitagabend sind für den Austausch untereinander von großer Bedeutung“, war aus Teilnehmerkreisen zu hören. Abseits des formellen Programms bestehe hier die Möglichkeit, Erfahrungen aus Einsätzen zu teilen, Herausforderungen offen zu diskutieren und Kontakte über Gemeindegrenzen hinweg zu vertiefen.


Zum Auftakt des ersten Seminarwochenendes begrüßte Kreisbrandmeister Ludger Flohre die Stadt-, Gemeinde- und Ortsbrandmeister sowie zahlreiche Funktionsträger der Kreisfeuerwehr. In seinen Mitteilungen ging er auf aktuelle Entwicklungen und Projekte innerhalb der Kreisfeuerwehr ein. Dabei betonte er, dass das Jahr 2026 die Feuerwehren insgesamt und damit auch die Kreisfeuerwehr vor neue Aufgaben stelle.

(Amin Schnieder)

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Indienststellung der neuen Kreisfeuerwehrbereitschaft „Schwere Technische Hilfeleistung“. Ziel ist es, das Einsatzspektrum der bisherigen technischen Einheit deutlich zu erweitern und den Städten und Gemeinden sowie benachbarten Landkreisen zusätzliche Unterstützungsmöglichkeiten bei besonderen Einsatzlagen zu bieten. Darüber hinaus arbeitet eine Arbeitsgruppe an der Entwicklung einer neuen Führungseinheit der Kreisfeuerwehr. Diese soll modular aufgebaut sein und künftig sowohl bei größeren Einsätzen auf Gemeindeebene als auch bei Großschadenslagen und Katastrophenfällen eingesetzt werden können.


Einen fachlichen Schwerpunkt am Freitagabend bildete der Vortrag zur modernen Brandbekämpfung mit dem Cobra-Feuerlöschsystem. Dabei wurde deutlich, wie innovative Technik taktische Möglichkeiten erweitern und zugleich die Sicherheit der Einsatzkräfte erhöhen kann. Ergänzt wurde das Programm durch Informationen der Regionalleitstelle Osnabrück sowie aktuelle Inhalte aus dem Katastrophenschutz.


Am Samstag standen weitere praxisnahe Themen im Mittelpunkt. Neben der Vorstellung der SEG-Betreuung von DRK und Malteser Hilfsdienst wurde ein Einsatzbericht zu einer MANV-Lage vorgestellt. Auch das Thema Schornsteinbrände wurde aus fachlicher Sicht beleuchtet. Informationen zur Lehrgangsverwaltung „FeuerON“ sowie zu aktuellen Ausbildungsangelegenheiten rundeten das Programm ab.
Das Führungskräfteseminar wird an zwei inhaltsgleichen Wochenenden durchgeführt. Der zweite Termin findet Mitte März ebenfalls in Bad Essen statt.









