Melle-Neuenkirchen -
09.06.2024
Mehrere Ortsfeuerwehren im Einsatz: Großbrand einer Biogasanlage in Melle-Neuenkirchen
Am Sonntagmittag kam es im Meller Stadtteil Neuenkirchen im Bereich einer Biogasanlage zu einer explosionsartigen Brandausbreitung. Augenzeugen nahmen Flammen und Rauch wahr und alarmierten die Feuerwehr. Mehrere Meller Ortsfeuerwehren waren bis in die Abendstunden im Einsatz.

Am Sonntagmittag kam es im Meller Stadtteil Neuenkirchen im Bereich einer Biogasanlage zu einer explosionsartigen Brandausbreitung. Augenzeugen nahmen Flammen und Rauch wahr und alarmierten die Feuerwehr. Mehrere Meller Ortsfeuerwehren waren bis in die Abendstunden im Einsatz.

Die Regionalleitstelle Osnabrück alarmierte die Ortsfeuerwehren Neuenkirchen, St. Annen, Altenmelle, Riemsloh sowie die Drehleitereinheit der Ortsfeuerwehr Melle-Mitte mit dem Stichwort „Feuer auf landwirtschaftlichem Anwesen, es brennt eine Biogasanlage“ an die Redecker Straße in Neuenkirchen. Bereits auf der Anfahrt erhöhte der Einsatzleiter die Alarmstufe und forderte die Ortsfeuerwehr Wellingholzhausen zur Einsatzstelle nach.

Die ersteintreffenden Einsatzkräfte brachten zunächst die Anwohner und Angestellten des Hofes aus dem Gefahrenbereich und führten umfangreiche Erkundungsmaßnahmen durch. Um die Erkundungsphase und Lagebeurteilung im weiteren Einsatzverlauf zu vereinfachen, wurde die Drohneneinheit der Kreisfeuerwehr Osnabrück frühzeitig in der ersten Phase des Einsatzes angefordert.

Große Teile der Anlage wurden durch den Brand beschädigt. An zwei Fermentern brannte die Behälterabdeckung, was zu einer massiven Rauchentwicklung führte, die bereits aus großer Entfernung zu sehen war. Zusätzlich entzündete die enorme Hitzeentwicklung des Brandes eine Grünfläche von circa 250 Quadratmetern.

Mehrere Trupps unter Atemschutz begannen unverzüglich mit den Löscharbeiten aus sicherer Entfernung. Zusätzlich wurde die Drehleiter eingesetzt, um schwer zugängliche Stellen der Anlage zu erreichen. Die Wasserversorgung wurde durch einen Pendelverkehr mit mehreren Tanklöschfahrzeugen sichergestellt. Dazu nutzen die Einsatzkräfte einen Hydranten an der Borgholzhausener Straße.

Nach intensiven Löscharbeiten gelang es den Einsatzkräften, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Anschließend führten mehrere Trupps mit Filtergeräten umfangreiche Nachlöscharbeiten durch. Um an alle Glutnester zu gelangen, mussten die Abdeckfolien von den Behältern abgetrennt und auf eine Freifläche gebracht werden.

Der Fachzug „Messen und Spüren“ der Kreisfeuerwehrbereitschaft Umweltschutz war ebenfalls in Teileinheiten vor Ort. Mehrere Trupps nahmen umfangreiche Messungen an der Einsatzstelle vor, um den Austritt möglicher Gefahrstoffe der Biogasanlage auszuschließen.

Dank des schnellen und koordinierten Einsatzes der Feuerwehren konnte eine Ausbreitung des Feuers auf umliegende Gebäude verhindert werden. Eine Person hat bei eigenen Löschversuchen Rauchgase eingeatmet und wurde sicherheitshalber in ein Krankenhaus überführt. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit. Insgesamt waren rund 120 Einsatzkräfte unter der Leitung von Ortsbrandmeister Mario Seppel im Einsatz. 

TExt und Fotos: Feuerwehr Melle

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