QUAKENBRÜCK -
14.01.2020
Großbrand einer Lagerhalle auf dem ehemaligen Kynast Gelände Rund 500 Einsatzkräfte kämpften bis in die Morgenstunden gegen die Flamme
Großalarm gab es am Dienstagnachmittag um kurz nach 14 Uhr für die Feuerwehren der Samtgemeinde Artland sowie zahlreichen Feuerwehren aus den benachbarten Gemeinden. An der Quakenbrücker Artlandstraße war in einer Lagerhalle, in der diverse Materialien, Möbel und andere Gegenstände gelagert…

Großalarm gab es am Dienstagnachmittag um kurz nach 14 Uhr für die Feuerwehren der Samtgemeinde Artland sowie zahlreichen Feuerwehren aus den benachbarten Gemeinden.

An der Quakenbrücker Artlandstraße war in einer Lagerhalle, in der diverse Materialien, Möbel und andere Gegenstände gelagert wurden, ein Feuer ausgebrochen. Schon bei Eintreffen der Einsatzkräfte drang dichter Rauch aus der Halle, so dass sofort die Alarmstufe auf Feuer 5 erhöht und weitere Kräfte nachgefordert wurden. Trotz sofort eingeleiteter Löschmaßnahmen konnte nicht verhindert werden, dass sich die Flammen in der dreistöckigen und rund 5000 Quadratmeter großen Fabrikhalle ausbreiteten. Die schwarze Rauchwolke, die über dem Betriebsgelände aufstieg, war weithin sichtbar. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, alle Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abschalten. Einsatzleiter und Gemeindebrandmeister Marcus Goeke ließ den Fachzug Messen und Spüren der Kreisfeuerwehr alarmieren.Die speziell ausgebildeten Kräfte führten an verschieden Stellen in und Um Quakenbrück bis hin nach Essen/Oldenburg Messungen durch. Auch eine entsprechende Meldung über die App „Katwarn“ wurde veröffentlicht. Im Verlauf des Großeinsatzes wurde die Alarmstufe bis auf Feuer 8 erhöht. So waren neben den sieben Feuerwehren des Artlandes auch Kräfte aus Ankum, Dinklage, Lohne, Wallenhorst, Vechta, Essen/Oldenburg, Bevern und Lönningen vor Ort. Neben zahlreichen Löschfahrzeugen waren auch 5 Drehleiter im Einsatz, um die Ausbreitung des Feuers von oben zu verhindern. Weitere Hilfskräfte kamen vom Technischen Hilfswerk und vom Rettungsdienst. Von der Kreisfeuerwehr waren zudem der ELW 2 mit den IUK Gruppen Nord und Süd, der Fachzug Messen und Spüren sowie die Feuerwehrbereitschaft Süd als Ablöseeinheit vor Ort. Zum Einsatz kam auch eine Drohne, die mit einer Wärmebildkamera ausgestattet war und die Einsatzkräfte bei der Lageerkundung unterstützte. Die Bilder der Drohne wurden direkt in den Lagebesprechungsraum des ELW2 gesendet und gaben hilfreiche Hinweise für das weitere taktisch richtige Vorgehen. Hilfreich war ebenfalls der Löschroboter der Feuerwehr Lohne. Der mit einer Kamera ausgestattete und über Ketten angetriebene Roboter konnte auch an einsturzgefährdeten Stellen löschen, ohne Feuerwehrkräfte zur gefährden. Verletzt wurde bei dem Großeinsatz zum Glück niemand. Zu Spitzenzeiten waren rund 300 Einsatzkräfte zeitgleich im Einsatz, die Gesamtzahl der Einsatzkräfte beläuft sich auf gut 500. Schwierig gestaltete sich auch die Wasserversorgung. So mussten mehrere Versorgungsleitungen zu der rund 600 Meter entfernte Hase gelegt werden. Da sich früh abzeichnete, dass die Löscharbeiten noch weit in die Nacht andauern würden, entschied man sich, die Feuerwehrbereitschaft Süd der Kreisfeuerwehr zu 21 Uhr zur Ablösung der erschöpften Kräfte zu alarmieren. Am Abend hatten die Feuerwehrkräfte das Feuer weitgehend gelöscht. Dennoch flackerten in der dreistöckigen vollgestellten Lagerhalle immer wieder Flammen auf. Die Suche nach Glutnestern dauerte noch bis in die frühen Morgenstunden, da die eingesetzten Trupps sich in der vollgestellten und durch das Feuer stark in Mitleidenschaft gezogenen Lagerhalle nur schwer vorarbeiten konnten. Gegen fünf Uhr konnte „Feuer aus“ an die Leitstelle gemeldete werden. Im Verlauf des Mittwochs waren zudem immer wieder Kräfte zu Nachlöscharbeiten vor Ort. Text:
Volker Köster

Fotos:
Nord-West-Media und Volker Köster

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