MELLE -
20.01.2020
Mehrere Verletzte nach Reizgasaustritt an Meller Schule
Am Montagvormittag wurde auf dem Gelände einer Schule am Hünenburgweg Reizgas freigesetzt. 15 Personen waren hiervon insgesamt betroffen, unter ihnen sowohl Schüler als auch Lehrkräfte. Alle Betroffenen wurden in vier umliegende Krankenhäuser transportiert. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren im Einsatz.…

Am Montagvormittag wurde auf dem Gelände einer Schule am Hünenburgweg Reizgas freigesetzt. 15 Personen waren hiervon insgesamt betroffen, unter ihnen sowohl Schüler als auch Lehrkräfte. Alle Betroffenen wurden in vier umliegende Krankenhäuser transportiert. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren im Einsatz. Nach dem Austreten des Reizgases im Außenbereich der Schule, die sich auf dem Gelände einer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung befindet, klagten mehrere Schüler über Atembeschwerden. Einige Betroffene sammelten sich zunächst in einem Raum der Schule und informierten die Regionalleitstelle Osnabrück über den Vorfall. Dort wurde das Einsatzstichwort „Massenanfall von Verletzten“ ausgelöst. Neben der Ortsfeuerwehr Riemsloh und der IuK-Gruppe Süd (Information und Kommunikation) mit dem Einsatzleitwagen der Kreisfeuerwehr Osnabrück wurde eine größere Anzahl von Rettungsdiensteinheiten zum Hünenburgweg alarmiert. Unter ihnen waren ein leitender Notarzt, ein organisatorischer Leiter Rettungsdienst sowie Fahrzeuge verschiedener Rettungswachen und des DRK Kreisverbandes Melle. Unter anderem waren sechs Rettungswagen und drei Krankentransportwagen vor Ort. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatten alle Schüler das Gebäude verlassen und hielten sich draußen an der frischen Luft auf. Während die Feuerwehr die Räumlichkeiten kontrollierte und die weiteren Einsatzmaßnahmen unterstützte, sichteten die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes die Betroffenen und teilten sie elfmal in die Kategorie „Grün“ und viermal in die Kategorie „Gelb“ ein. Somit wurden zunächst die vier Verletzten der Kategorie „Gelb“ priorisiert in umliegende Krankenhäuser transportiert und die weiteren Patienten vor Ort betreut. Auch die elf Betroffenen der Kategorie „Grün“ wurden anschließend sicherheitshalber zur Kontrolle in die Krankenhäuser transportiert. Eine aufgrund des Einsatzstichwortes ebenfalls angeforderte Notfallseelsorgerin konnte den Ort des Geschehens nach kurzer Zeit wieder verlassen. Nach weniger als anderthalb Stunden hatten alle 15 Patienten die Einsatzstelle verlassen. Vor Ort waren rund 25 Einsatzkräfte der Feuerwehr und 35 Mitglieder des haupt- und ehrenamtlichen Rettungsdienstes im Einsatz. Text und Fotos:
Nils Hoyermann

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