Bad Essen - Wimmer -
08.11.2026
Feuerwehrbereitschaft Nord blickt auf ereignisreiches Jahr 2026 zurück – Jahresabschlussdienstversammlung in Wimmer
Die Feuerwehrbereitschaft Nord des Landkreises Osnabrück hat bei ihrer Jahresabschlussdienstversammlung in Wimmer auf das Jahr 2026 zurückgeblickt. Bereitschaftsführer Till Kramer ließ in seinem Jahresbericht zahlreiche Ausbildungsdienste, Übungen und Einsätze Revue passieren. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der bevorstehenden Neuorganisation der…

Die Feuerwehrbereitschaft Nord des Landkreises Osnabrück hat bei ihrer Jahresabschlussdienstversammlung in Wimmer auf das Jahr 2026 zurückgeblickt. Bereitschaftsführer Till Kramer ließ in seinem Jahresbericht zahlreiche Ausbildungsdienste, Übungen und Einsätze Revue passieren. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der bevorstehenden Neuorganisation der Feuerwehrbereitschaften im Jahr 2027.

Till Kramer begrüßte zahlreiche Kameradinnen und Kameraden sowie Gäste aus Feuerwehr, Verwaltung und befreundeten Hilfsorganisationen. Unter ihnen Vertreter des Landkreises Osnabrück, Regierungsbrandmeister Andreas Wentker, Kreisbrandmeister Ludger Flohre sowie Vertreter des Kreiskommandos. Auch Abordnungen der Feuerwehrbereitschaft Süd, der Feuerwehrbereitschaft Grafschaft Bentheim und der THW-Ortsverbände Quakenbrück und Bad Essen nahmen an der Versammlung teil.

Für die musikalische Begleitung sorgte die Kolpingkapelle Hunteburg. Ein besonderer Dank galt den Feuerwehren Wimmer und Heithöfen für die Organisation und Ausrichtung der Veranstaltung.

Im Jahresbericht wurde deutlich, wie vielfältig die Aufgaben der Feuerwehrbereitschaft Nord auch 2026 waren. Neben regelmäßigen Dienstbesprechungen der Führungskräfte absolvierten die fünf Fachzüge zahlreiche Ausbildungs- und Übungsdienste.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Vegetationsbrandbekämpfung. So trainierte der Fachzug 1 im April in Borg-Bottorf die Bekämpfung eines Vegetationsbrandes mit Wasserförderung über lange Wegstrecken. Unterstützt wurde die Übung durch die Feuerwehr Menslage.

Der Fachzug 2 führte im Mai in Gehrde gemeinsam mit weiteren Feuerwehreinheiten und dem THW Quakenbrück eine umfangreiche Waldbrandübung durch. Erstmals wurden außerdem farbliche Streckenmarkierungen zur Führung der Fahrzeuge im Wasserpendelverkehr erprobt.

Auch der Fachzug 5 beschäftigte sich intensiv mit der Vegetationsbrandbekämpfung. Bei einem Übungsdienst in Heithöfen wurde die Wasserversorgung zunächst über einen Hydranten und anschließend über einen 5.000-Liter-Faltbehälter sichergestellt. Dieser wurde durch drei landwirtschaftliche Güllefässer im Pendelverkehr aus einem rund zwei Kilometer entfernten offenen Gewässer gespeist.

Der Fachzug 3 widmete sich im April auf dem Firmengelände der Firma Dallmann in Bramsche-Engter der patientengerechten Rettung. In zwei realitätsnahen Szenarien mussten verunglückte Personen aus einem Trichter sowie nach einem Unfall bei Dacharbeiten gerettet werden.

Eine wichtige Rolle übernahm erneut der Fachzug 4, der für die Versorgung und Verpflegung zuständig ist. Mit insgesamt mehr als 1.000 geleisteten Stunden unterstützten die Einsatzkräfte unter anderem Ausbildungsdienste und Übungen weiterer Einheiten des Katastrophenschutzes sowie verschiedene Veranstaltungen. Auch die Verkehrslenkung absolvierte mehrere Übungsdienste und unterstützte bei der Absicherung einer Motorradveranstaltung.

Neben den zahlreichen Ausbildungsdiensten wurde die Feuerwehrbereitschaft Nord Ende Juli auch zu einem realen Einsatz alarmiert. Am 30. und 31. Juli unterstützten die Bereitschaftsführung, der Einsatzleitwagen aus Fürstenau sowie die Fachzüge 4 und 5 bei einem Vegetationsbrand in Bohmte-Herringhausen.

Ein weiterer Höhepunkt des Jahres war die gemeinsame Bereitschaftsübung am 10. Oktober im Landkreis Grafschaft Bentheim. Die groß angelegte Übung bot die Gelegenheit, die Zusammenarbeit über Kreisgrenzen hinweg zu trainieren. Verzögerungen im Übungsablauf und Kommunikationsprobleme führten dazu, dass mehrere Fachzüge nicht wie vorgesehen in die praktische Übung eingebunden werden konnten.

Ein besonderer Dank galt der Feuerwehrbereitschaft Grafschaft Bentheim und ihrem Bereitschaftsführer Guido Schroven und seinem Stellvertreter Ansgar Schwietering für die Vorbereitung und Durchführung der Übung. Beide waren am Freitag nach Wimmer gekommen, um die Kameraden in einem ausführlichen Bericht über die Schwerpunkte und den Ablauf der Übung zu informieren.

Mit Blick auf das Jahr 2027 nehmen die bevorstehenden Strukturveränderungen einen besonderen Stellenwert ein. Voraussichtlich im ersten Quartal 2027 soll die Umstrukturierung der Feuerwehrbereitschaften nach dem neuen niedersächsischen Konzept erfolgen. Damit verbunden sind Veränderungen innerhalb der Fachzüge und bei der Zuordnung einzelner Fahrzeuge.

Regierungsbrandmeister Andreas Wentker betonte die steigenden Anforderungen an den Katastrophenschutz. Niedersachsen plane künftig 60 Kreisfeuerwehrbereitschaften; zudem verwies er auf die Beschaffung von 44 LF KatS und perspektivisch weiteren TLF 3000. Regelmäßige Übungen und Kameradschaft seien unverzichtbar.

Kreisbrandmeister Ludger Flohre erinnerte an überörtliche Einsätze, etwa bei Hochwassern und Vegetationsbränden. Die Neuorganisation solle die landes- und bundesweite Einsatzfähigkeit sichern, Doppelbelastungen möglichst vermeiden und gemeinsam mit den Führungskräften umgesetzt werden.

Klaus Wübbolding, Abteilungsleiter der Kreisverwaltung, überbrachte die Grüße und den Dank der Landrätin. Einheitliche Strukturen erleichterten anfordernden Stäben die Planung. Auch die Technische Einsatzleitung werde als wichtige Grundlage für den Verwaltungsstab neu aufgestellt.

Der stellvertretende Abschnittsleiter Nord Herbert Kempe dankte den Einsatzkräften, ihren Familien und allen Unterstützern. Er sah in der Neuorganisation die Chance, die Bereitschaft gemeinsam praxisnah und zukunftsfähig aufzustellen.

Zum Abschluss der Versammlung dankte Bereitschaftsführer Till Kramer Einsatzkräften, Führungskräften und Unterstützern für ihr Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Sein Dank galt auch den Feuerwehren Wimmer und Heithöfen für die Ausrichtung der Veranstaltung. Die Kolpingkapelle Hunteburg begleitete den Abend musikalisch; zum Abschluss erklang das Niedersachsenlied.

Text und Fotos: Volker Köster

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