Bramsche/Rieste -
27.10.2026
Gefahrgutunfall auf der A1 bei Rieste – Zwei Züge der Kreisfeuerwehrbereitschaft Umweltschutz sowie die IuK-Gruppen Nord und Süd unterstützen die örtlichen Einsatzkräfte
Nach einem Gefahrgutunfall auf der A1 bei Rieste unterstützten Spezialeinheiten der Kreisfeuerwehr Osnabrück die Einsatzmaßnahmen mit Gefahrgutkräften, der IuK Gruppe und Drohnentechnik.

Ein umgekippter Gefahrguttransporter hat am Dienstagmorgen einen umfangreichen Einsatz von Feuerwehr und weiteren Rettungskräften auf der Bundesautobahn 1 bei Rieste ausgelöst. Der mit Stickstoff beladene Sattelzug war Uhr in Fahrtrichtung Bremen verunglückt und auf die Seite gekippt.

Ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Gefahrguttransporter hat am Dienstagmorgen einen umfangreichen Feuerwehreinsatz auf der Bundesautobahn 1 bei Rieste ausgelöst. Gegen 8:55 Uhr war der Fahrer eins mit Stickstoff beladenen Sattelzuges aus bislang nicht abschließend geklärter Ursache gegen die rechte Schutzplanke gefahren. In der Folge kippte das Fahrzeug auf die Seite und blieb auf dem rechten Fahrstreifen liegen. Der Fahrer wurde bei dem Unfall glücklicherweise nur leicht verletzt.

Neben den örtlichen Feuerwehren aus Bramsche und Engter sowie der Umweltgruppe der Stadt Bramsche kamen auch zwei Züge der Kreisfeuerwehrbereitschaft Umweltschutz des Landkreises Osnabrück zum Einsatz. Darüber hinaus unterstützten die Informations- und Kommunikationsgruppen (IuK) Nord und Süd mit dem Einsatzleitwagen 2 (ELW 2) und einer Drohne die Einsatzmaßnahmen.

Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand zunächst die Erkundung der Unfallstelle im Vordergrund. Da der Tankauflieger Stickstoff geladen hatte und eine Undichtigkeit nicht ausgeschlossen werden konnte, mussten die weiteren Maßnahmen unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen erfolgen.

Die Einsatzkräfte hielten zunächst einen entsprechenden Sicherheitsabstand zum verunglückten Fahrzeug ein. Im weiteren Verlauf wurde entschieden, einen Teil des Stickstoffs kontrolliert abzulassen, um den Tank zu entlasten und die Voraussetzungen für eine spätere Bergung des Sattelzuges zu schaffen.

Eine wichtige Unterstützung bei der Lageerkundung leistete die Drohne der Kreisfeuerwehr. Aus der Luft konnten die Einsatzkräfte die Unfallstelle und den umgestürzten Tankauflieger erkunden, ohne sich dafür unmittelbar in den Gefahrenbereich begeben zu müssen.

Auch das teilweise kontrollierte Ablassen des Stickstoffs konnte mithilfe der Drohne aus sicherer Entfernung beobachtet und überwacht werden. Die Luftbilder lieferten zusätzliche Informationen zur Beurteilung der Lage und unterstützten damit die weiteren Entscheidungen der Einsatzleitung.

Aufgrund der Gefahrenlage musste die Autobahn 1 im Bereich der Unfallstelle vorrübergehend in beide Fahrrichtungen vollständig gesperrt werden. Gegen 13.30 Uhr war die Gefahrenlage soweit entspannt, dass die Feuerwehr abrücken konnte. Die weitere Bergung des umgekippten Lkws erfolgte durch ein Abschleppunternehmen.

Text und Fotos: Volker Köster

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