MÜNSTER. -
03.04.2017
THW Übungsgelände bot realitätsnahe Übungsmöglichkeiten Gemeinsame Übung von THW, Werkfeuerwehr und Stadtfeuerwehr Georgsmarienhütte  
Einen realitätsnahen Übungstag verbrachten am Samstag (25.03.16) Teile der Stadtfeuerwehr Georgsmarienhütte zusammen mit einer Gruppe der Werkfeuerwehr Georgsmarienhütte GmbH und dem THW Osnabrück auf dem Übungsgelände des Technischen Hilfswerkes in Münster Handorf. Recht anspruchsvoll waren die verschiedenen Übungen. Hier die…

Einen realitätsnahen Übungstag verbrachten am Samstag (25.03.16) Teile der Stadtfeuerwehr Georgsmarienhütte zusammen mit einer Gruppe der Werkfeuerwehr Georgsmarienhütte GmbH und dem THW Osnabrück auf dem Übungsgelände des Technischen Hilfswerkes in Münster Handorf. Recht anspruchsvoll waren die verschiedenen Übungen. Hier die Rettung einer Verletzten Person aus einem Röhrensystem. Um 08.00 Uhr morgens brachen die 7 Fahrzeuge im Verband fahrend nach Münster auf. Auf dem Übungsgelände angekommen wurden sie vom Zugführer des THW, Daniel Schmock begrüßt. Nach einem rustikalen Frühstück und kurzer Begrüßung durch Stadtbrandmeister Gerd Glane wurden die rund 50 Helfer von Feuerwehr und THW, in 4 gemischte Gruppen, eingeteilt. Wichtig war dabei, dass Feuerwehr und THW gemischt wurden und so jeder von den anderen lernen konnte. Auch das Aufrichten von verunfallten LKW wurde geübt. Dann ging es ans Eingemachte. Sah doch alles erst alles ganz einfach aus, musste doch der ein oder andere feststellen, dass die Anforderungen sehr hoch waren. An einer Übungsstation war ein ca. 25 Meter langes Röhrensystem, in dem im hinteren Teil zwei Verletzte lagen, die gerettet werden sollten. Die Verletzten wurden durch Puppen dargestellt. Erst sah es ganz einfach aus, doch als die Helfer in das Röhrensystem eindrangen, stießen sie auf verschiedene Hindernisse. Zuerst musste eine Holzbarriere mit einer Säbelsäge beseitigt werden. Nach weiteren 5 Metern in dem Röhrensystem stießen die Rettungskräfte auf eine massive Kalksandsteinwand. Also musste von ganz vorn erst ein Bohrhammer organisiert werden und das alles auf engsten Raum. Einsatz des Rollgliss Rettungsgerätes und einer Schleifkorbtrage, bei der Rettung aus einem Schacht. Weitere Aufgaben waren noch einen Schacht mit Wasser auszupumpen und eine Metallgitterbarriere zu beseitigen. Die Verletzten wurden dann mit einer Bergeschleppe aus dem engen Rohrsystem unter schwierigsten Bedingungen ins Freie gebracht. Für die Helfer war es dabei wichtig, welche Hilfsmittel hat die Feuerwehr um bei solchen Unglücken zu helfen und was hält das THW dafür vor und wie ergänzt sich das Ganze. Bei einer weiteren Station lief es erst einmal anders als im wirklichen Einsatz. Ein Tankwagen musste mit Hilfe von Mehrzweckzügen und Seilwinden auf die Seite gelegt werden und das so schonend wie möglich. Anschließend lief das ganze Spiel dann anders herum. Bei der Übung konnten alle Beteiligten anschaulich sehen, was alles Unvorhergesehenes passieren kann. Denn plötzlich rollte das Fahrzeug mal los, was es eigentlich nicht sollte. An einer dritten Station musste eine schräge Betonplatte mit Hilfe von Lufthebern und Winden angehoben werden, um an eine darunter liegende Verletzte Person zu kommen. Doch als die Platte soweit angehoben war, dass man darunter sehen konnte, mussten die Einsatzkräfte feststellen, dass es von der Seite nicht möglich war, die Person zu retten und so wurde von einer anderen Seite eine Rettung mit Rollgliss und Schleifkorbtrage vorbereitet. Die Übungsanlage des THW bietet auf dem rieseigen Gelände viele Möglichkeiten, die sonst so den Feuerwehren nicht zur Verfügung stehen. Schon wieder ein Hindernis. Auf dem Übungsgelände gab es viele Aufgaben zu erledigen, die durch viele Hindernisse erschwert wurden. Michael Heinze (Oesede), Jens Petersmann (Kloster Oesede) und Ralf Heine (Alt Georgsmarienhütte) hatten die Idee mal auf dem Gelände zu üben. Sie stießen bei Daniel Schmock vom THW auf offene Ohren und so wurde dieser ganztägige Übungsdienst organisiert. Da es bei der Feuerwehr nicht ganz ohne Rauch zu gehen darf, wurde an einer Station ein Haus mit Disconebel vernebelt und die Retter mussten unter schweren Atemschutz mehrere Verletzte aus dem verqualmten Gebäude retten. Natürlich wieder unter erschwerten Bedingungen, denn auch in diesem Gebäude gab es Hindernisse die beseitigt bzw. überwunden werden mussten. Eigentlich war es vorgesehen alle Gruppen einmal durch zu tauschen, doch die Aufgaben waren so anspruchsvoll Nach einer kurzen Einweisung ging es für die Teilnehmer los. und angesichts der dahin eilenden Zeit, war dies nicht überall möglich. Alle Helfer ob vom THW oder von der Feuerwehr waren mit vollen Engagement bei der Arbeit und trotz der großen Anstrengung bei den verschiedenen Aufgaben, hat es allen sehr viel Spaß gemacht. Nach dem Mittagessen wurden alle Stationen einmal abgegangen und erklärt was passiert war und was gemacht wurde. So wurden viele Erkenntnisse gewonnen die bei realen Einsätzen angewandt werden können. Stadtbrandmeister Gerd Glane bedankte sich beim Technischen Hilfswerk, dass sie die Übungsanlage nutzen durften. Auch er fand den Tag sehr gelungen und bedankte sich bei allen Teilnehmern für den Einsatz. Text und Fotos:
Frank Beermann

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