BRAMSCHE -
17.05.2018
Spinnenfund im Senioren- und Pflegeheim sorgt für längeren Einsatz Experte aus Frankfurt gab am Nachmittag Entwarnung
Zu einem tagesfüllenden Feuerwehreinsatz entwickelte sich der Spinnenfund in einem Senioren- und Pflegeheim in Bramsche. Am frühen Morgen waren nach der Anlieferung von Bananen Spinnen im Küchenbereich entdeckt worden. Mitarbeiterinnen des Seniorenwohnheims hatten zwei der ungewöhnlichen Spinnen eingefangen, eine dritte…

Zu einem tagesfüllenden Feuerwehreinsatz entwickelte sich der Spinnenfund in einem Senioren- und Pflegeheim in Bramsche. Am frühen Morgen waren nach der Anlieferung von Bananen Spinnen im Küchenbereich entdeckt worden. Mitarbeiterinnen des Seniorenwohnheims hatten zwei der ungewöhnlichen Spinnen eingefangen, eine dritte war in den Kühlraum entwichen. Vorsorglich wurden Feuerwehr und die Stadt Bramsche alarmiert. Um 08.02. Uhr lief der Melderalarm für die Kräfte der Ortsfeuerwehr Bramsche Mitte auf. Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurden zudem der ELW 2 der Kreisfeuerwehr und verschieden Kräfte des Rettungsdienstes hinzugezogen.

Nach einer ersten Lageerkundung konnte nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es sich um hochgiftige Bananenspinnen handelte. Deshalb war fachlicher Expertenrat gefordert. Denn möglicherweise hätte im Falle eines Falles das komplette Heim evakuiert werde müssen.

Die Bestimmung der Spinnenart gestaltete sich jedoch schwieriger als zunächst gedacht. Ein extra aus Dinklage angefordertes Team von Schädlingsbekämpfern konnte nicht mit Sicherheit ausschließen, dass es sich um eine hochtoxische Spinnenart handelt. Zusätzlich wurden daher zwei Experten aus dem Zoo Osnabrück hinzugezogen.

Da es sich nach Einschätzung der Experten wohl um Jungtiere handelte, war auch deren Beurteilung nicht zweifelsfrei möglich. Weitere telefonische Anfrage bei verschiedenen Fachbehörden in Hamburg und Stade gaben auch kein sicheres Ergebnis. So wurde der Kontakt zum Spinnenfachmann Dr. Peter Jäger vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum in Frankfurt hergestellt. Jäger war es aufgrund der ihm zugesandten Fotos und der Schilderungen der Zoo-Mitarbeiter möglich, eine Gefahr durch die Spinnen auszuschließen. „Bramsches Erster Stadtrat Ulrich Willems versicherte sich in einer Lagebesprechung gegen 16 Uhr telefonisch bei dem Fachmann, dass es sich bei den Spinnen um ungefährliche Arten handelt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Bramsche. Nach dieser Zusicherung durch den Experten konnten die vorsorglich vorbereiteten Maßnahmen zur Evakuierung des Seniorenheims abgesagt werden. Damit war dann ein langer Einsatz für die Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst beendet. Text:
Volker Köster

Foto:
Nord-West-Media

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