Bramsche -
13.05.2023
Rund 200 Einsatzkräfte übten den Ernstfall in Achmer – Übung der Feuerwehrbereitschaft Umwelt bei der Firma Remondis Standort Achmer
Große Gefahrgut Einsatzübung für alle fünf Fachzüge der Feuerwehrbereitschaft Umwelt bei der Firma Remondis in Bramsche

Einsatzübungen mit einzelnen Einheiten der Feuerwehrbereitschaft Umwelt des Landkreises Osnabrück finden durchaus mehrmals im Jahr an verschiedenen Orten statt.

Doch eine Übung in dieser Größe, an der alle fünf Fachzüge mit ihren 32 Fahrzeugen und rund 150 freiwilligen Feuerwehrkräften aus dem gesamten Landkreis gemeinsam den Ernstfall proben, hat es bisher noch nicht gegeben. „Das ist heute eine Premiere, dass alle fünf Fachzüge der Feuerwehrbereitschaft Umwelt gleichzeitig an einer Übung teilnehmen“, so Bereitschaftsführer Oliver Brune.

Ebenfalls neu war auch das Übungskonzept, das Benedikt Guss und Amin Schnieder vom Fachdienst Brand- und Katastrophenschutz des Landkreis Osnabrück gemeinsam mit der Firma Remondis ausgearbeitet haben. Statt eines Szenarios wurden auf dem großen Betriebsgelände in Achmer mehrere Stationen aufgebaut, an denen die Gefahrgutzüge Nord und Süd, sowie die Fachzüge Dekontamination, Messen und Spüren und Gewässerschutz gleichzeitig eingebunden wurden.

Auf dem Gelände des Entsorgungsunternehmen soll es zu einer größeren Havarie gekommen sein, zwei Gefahrgutbehälter wurden dabei beschädigt. Die Aufgaben der einzelnen Feuerwehreinheiten bestand darin, die Behälter abzudichten und im Fall der beschädigten Gasflasche diese auch noch sicher zu verpacken. Gleichzeitig musste eine Ausbreitung der bereits ausgetretenen gefährlichen Stoffe über Regenwasserkanäle, die mutmaßlich das Wasser in den Mittellandkanal leiten, durch die Gefahrgutzüge sowie auf dem Kanal durch den Fachzug Gewässerschutz verhindert werden.

Durch Messungen sowie der Entnahme von Boden-, Wasser und Luftproben nachzuweisen, wie hoch die Schadstoffkonzentration in der Umgebung ist, oblag dem Fachzug Messen und Spüren, in dem auch die Ortsfeuerwehr Achmer mit einem Messfahrzug eingebunden ist. Zu guter Letzt mussten durch den Fachzug Dekontamination die direkt unter Chemiekalienschutzanzügen eingesetzten Feuerwehrleute von eventuellen Schadstoffanhaftungen befreit werden.

Neben den rund 150 Feuerwehrkräften der Feuerwehrbereitschaft Umwelt wirkte auch die Informations- und Kommunikationsgruppe des Landkreises mit dem Einsatzleitwagen und der Drohne sowie die DRK Rettungsdienste Wittlage und Osnabrück-Land mit einem speziellen Rettungswagen für kontaminierte Verletzte mit.

Bei der Abschlussbesprechung konnten Bereitschaftsführer Oliver Brune, Bramsches Stadtbrandmeister Jörg Ludwigs sowie Ludger Flohre und Benedikt Guss keine Handwerklichen Probleme feststellen. Lediglich bei der Digitalisierung der Feuerwehren allgemeine gibt es noch Probleme. Der Digitalfunk ist kreisweit in Betrieb, aber bei der Datenerfassung und Informationsweitergabe haben die Gemeinden teilweise unterschiedliche Softwarelösungen im Einsatz. Hier würden sich die Verantwortlichen auf Kreisebene über eine schnelle, wenn möglich landesweit eingesetzte Software wünschen. Denn die Kräfte aus Osnabrück sind bekanntermaßen im Katastrophenfall auch in anderen Landkreisen und Bundesländern im Einsatz.

Text und Fotos: Henning Stricker

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