MELLE -
20.04.2020
LKW mit Gefahrstoff brennt auf der Autobahn 30
Am Montagabend ist auf der Autobahn 30 in Fahrtrichtung Hannover kurz vor der Anschlussstelle Bruchmühlen ein Auflieger in Brand geraten. Weil die Ladung unter anderem aus einem Gefahrstoff bestand, leitete […]

Am Montagabend ist auf der Autobahn 30 in Fahrtrichtung Hannover kurz vor der Anschlussstelle Bruchmühlen ein Auflieger in Brand geraten. Weil die Ladung unter anderem aus einem Gefahrstoff bestand, leitete die Feuerwehr umfassendere Einsatzmaßnahmen ein. Der allein beteiligte Fahrer blieb unverletzt. Der LKW-Fahrer wurde auf der A30 auf ein defektes Rad an seinem Fahrzeug aufmerksam. Er konnte den LKW sicher anhalten. Kurz darauf stand bereits ein Reifen am Auflieger in Brand. Geistesgegenwärtig trennte der Mann die Zugmaschine und stellte sie in sicherer Entfernung ab. Die Regionalleitstelle Osnabrück alarmierte die Alarmeinheit der Ortsfeuerwehren Riemsloh, Groß Aschen und Hoyel sowie die Ortsfeuerwehr Bruchmühlen. Beim Eintreffen der ersten Kräfte der Feuerwehr stand der Auflieger in Vollbrand. Die Einsatzkräfte stellten fest, dass auf der Ladefläche offenbar auch ein Gefahrstoff in größerer Menge transportiert worden war. Deshalb erfolgte die Alarmierung weiterer Kräfte, darunter auch Einheiten der Feuerwehrbereitschaft Umweltschutz bei der Kreisfeuerwehr Osnabrück mit dem Stichwort „Feuer in Verbindung mit Gefahrgut“. Zur Wasserversorgung kamen außerdem zwei Tanklöschfahrzeuge aus dem benachbarten Nordrhein-Westfalen zum Einsatz. Kräfte der DRK Rettungswache und des DRK Kreisverbandes Melle standen sicherheitshalber mit mehreren Fahrzeugen bereit. Zu diesem Zeitpunkt war auch eine Brandausbreitung auf die trockene Vegetation hinter der Schallschutzwand erfolgt. Deshalb kam die Ortsfeuerwehr Bruchmühlen zunächst außerhalb der Autobahn im Bereich der Ringstraße zum Einsatz. Der Vegetationsbrand war hier schnell unter Kontrolle.

Auf Basis der Einsatzhinweise zu dem brennenden Gefahrstoff wechselten die Einsatzkräfte zum Löschmittel „Schaum“. Mehrere Trupps unter Atemschutzgeräten brachten so den Brand schließlich unter Kontrolle. Kräfte des Fachzugs „Messen und Spüren“ nahmen Luftproben, die jedoch keine nennenswert erhöhte Werte ergaben. Der Gewässerschutz-Alarmdienst des Landkreises Osnabrück als untere Wasserbehörde sowie die entsprechenden Behörden auf nordrhein-westfälischer Seite wurden in Kenntnis gesetzt. Wegen der Erhöhung der Alarmstufe waren knapp 200 Einsatzkräfte alarmiert, von denen der stellvertretende Ortsbrandmeister Daniel Riske als Einsatzleiter einen großen Teil aus dem Bereitstellungsraum wieder entlassen konnte. Während des Feuerwehreinsatzes blieb die Autobahn zunächst in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Die Bergung des ausgebrannten Aufliegers übernahm ein Fachunternehmen. Hierbei war die Ortsfeuerwehr Riemsloh am frühen Dienstagmorgen erneut vor Ort, um Nachlöscharbeiten durchzuführen. Text und Fotos:
Feuerwehr Melle

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