Bad Iburg -
09.06.2023
Landesfeuerwehrverband Niedersachsen zeichnet Grundschule am Hagenberg aus – Feuerwehr Verbandsversammlung in Bad Iburg – Feuerwehr wichtig für die Gesellschaft
Etwa 200 Teilnehmer aus den Reihen der Mitgliedsfeuerwehren, das gesamte Kreiskommando der Kreisfeuerwehr Osnabrück sowie zahlreiche Vertreter aus Politik und Verwaltung konnte Verbandsvorsitzende Lars von Doom auf der 90. Mitgliederversammlung des Feuerwehrverbandes Altkreis Osnabrück in Bad Iburg begrüßen.

Voll mit Feuerwehrfahrzeugen war der Parkplatz des Bad Iburger Schulzentrum‘s am Abend des 09. Juni. Grund war die 90. Verbandsversammlung des Feuerwehrverbandes des Alt-Landkreises Osnabrück. Etwa 200 Teilnehmer der Mitgliedsfeuerwehren aus Wallenhorst, Bissendorf, Belm, Hasbergen, Hagen, Georgsmarienhütte, Hilter, Bad Laer, Glandorf, Bad Rothenfelde, Dissen und Bad Iburg, sowie das gesamte Kreiskommando der Kreisfeuerwehr Osnabrück, Vertreter aus Politik von der Kreisverwaltung, der Polizei und Bad Iburgs Bürgermeister Daniel Große-Albers konnte der Verbandsvorsitzende Lars von Doom im Gymnasium begrüßen.

Bad Iburgs Bürgermeister freute sich so viele Feuerwehrleute in Bad Iburg zu sehen. Aber wie meinte er gut gelaunt, „Bad Iburg sei immer eine Reise wert“! Er bedankte sich bei den Kameradinnen und Kameraden für Ihre tolle Arbeit und vor allem für die Arbeiten die oft noch zusätzlich, bei der Kreisfeuerwehr, übernommen werden. Er erinnerte daran wie wichtig die Freiwillige Feuerwehr für die Gesellschaft ist und bedankte sich bei allen Verantwortlichen, dass sie Wort wörtlich nichts anbrennen lassen. Geld was in die Feuerwehr investiert wird ist gut angelegt.

Dies konnte der Verbandsvorsitzende Lars von Doom mit dem aktuellen Jahresbericht belegen. So rückten die 22 Mitgliedsfeuerwehren 2022 zu insgesamt 1925 Einsätzen aus. Personalmangel gibt es nach seinen Ausführungen nicht, so kamen aus den zehn Jugendfeuerwehren mit insgesamt 195 Mitgliedern immer wieder neue Kräfte nach. Ein Wermutstropfen gab es nach den meist positiven Zahlen. Aufgrund der Schließung des Homann Werkes in Dissen, wurde die dortige Werkfeuerwehr aufgelöst. Von Doom bedankte sich beim Werkbrandmeister der Werkfeuerwehr, Fabian Recker für sein jahrelanges Engagement. 

Viel Dank und Anerkennung hatte auch Gastredner Jonas Pohlmann (MdL, CDU) für die Feuerwehr über. Seiner Einschätzung nach „hätten wir viel weniger Probleme wenn alle bei der Feuerwehr wären“, weil dort „gemacht“ und „nicht so viel geredet“ werde. Dies bezog er auch gerade auf die Probleme bei der Aus- und Fortbildung an den Niedersächsischen Landesfeuerwehrschulen. Er hofft aber, dass es bald auch dort zu Lösungen kommen wird. Den vielen Feuerwehrleuten in der Aula rief er zu, bleibt hungrig und lebt weiter Eure Kameradschaft.

Kein gutes Wort am Niedersächsischen Landesamt für Brand und Katastrophenschutz (NLBK) hatte Kreisbrandmeister Cornelis van de Water und Regierungsbrandmeister Matthias Röttger über. Gerade in der Ausbildung so Röttger läuft es nicht rund. Der Kreisbrandmeister hat ein größeres Problem damit, dass von oben immer mehr Aufgaben nach unten vergeben werden, aber diese Aufgaben dann durch die Kommunen geschultert werden müssten. Beispielhaft nannte er dafür die Aufstellung von Brandschutzbedarfsplänen. Ferner gab van de Water bekannt das die Standortsuche, für die Wechselladerfahrzeuge, die der Landkreis Osnabrück beschafft, so gut wie abgeschlossen ist. Bei welcher Feuerwehr die Fahrzeuge stationiert werden, wollte der Kreisbrandmeister noch nicht preisgeben.

Ganz andere Probleme beschäftigen Oliver Voges, den Leiter der Polizeiinspektion Osnabrück. Er berichtete von 27 Übergriffen auf Rettungskräfte im vergangenen Jahr. Also alle 14 Tage ein Angriff und viele dieser Aggressionen kommen nicht einmal zur Anzeige und die Zahlen würden steigen. Voges lobte die gute Zusammenarbeit von Polizei und Feuerwehr und stellt die Wichtigkeit der Feuerwehr heraus, die ihre Arbeit meist freiwillig machen. Menschen helfen ist ein DNA der Feuerwehr und das unentgeltlich. Die „Polizei“ und auch „die Bürger“ brauchen eine gut funktionierende Feuerwehr, wie im Landkreis Osnabrück.

Nicht nur im abwehrenden Brandschutz sind die freiwilligen Helfer, auch beim vorbeugenden Brandschutz wird viel Zeit investiert. Beispielhaft dafür ist die Brandschutzerziehung in den Schulen, Kindergärten und auch bei Firmen. Die Bad Iburger Grundschule am Hagenberg hat für ihre Brandschutzerziehung eine Auszeichnung erhalten. Lars von Doom überreichte der kommissarischen Leiterin der Grundschule, Ulla Böker-Kruse die Urkunde für Vorbildliche Brandschutzerziehung und Aufklärung. Ebenfalls Übergab er der 65-jährigen Schulleiterin ein Schild vom Landesfeuerwehrverband (LFV), was an der Außenwand der Schule einen Ehrenplatz bekommt. Es ist das erste Mal im Bezirk Weser-Ems, dass eine solche Auszeichnung vom LFV an eine Schule vergeben wird. Sichtlich erfreut nahm die Pädagogin die Auszeichnung entgegen. Mit dabei auch Thomas Wolf, der als Brandschutzerzieher bei der Feuerwehr Bad Iburg tätig ist. Seit nunmehr 18 Jahren führt Thomas Wolf in der Grundschule am Hagenberg Brandschutzunterweisungen durch. Die Unterweisungen finden im Sachkundeunterricht, unter Einbeziehung der Arbeitshefte des LFV statt. Aber auch durch praktische Unterweisungen an einem Rauchhaus oder beim Umgang mit Feuerlöschern werden die Kinder geschult. Bei Projektwochen kommen die Lehrer mit den Kindern dann sogar zur Feuerwehr ins Feuerwehrhaus, wo sie mal in die roten Fahrzeuge dürfen und die Pädagogen mit Übungsfeuerlöschern das ein oder andere Feuer löschen müssen. Rund 5000 Kinder erhielten in den vergangenen Jahren eine Brandschutzunterweisung. Bei vielen Iburger Schülern und Schülerinnen war das Erlebnis mit der Feuerwehr so prägend, dass sie jetzt bei den freiwilligen mit machen. Bestes Beispiel ist Stadtbrandmeister Helge Plasger, den Ulla noch von der Schule kennt.

Viel Lob und Dank für die freiwilligen hatte der Erste Kreisrat Dr. Winfried Wilkens mit im Gepäck. Er bedankte sich nicht nur bei den Rettern sondern hatte auch noch einige Ehrungen vor zu nehmen. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Dirk Bentrup (Bad Iburg), Hermann Hellmann (Bad Rothenfelde), Lutz Meyer zu Drewer (Dissen) und Ludger Burmeister (Wallenhorst) geehrt. Auf 50-jährige Mitgliedschaft können zurück blicken Harald Strube (Belm), Friedhelm Prothmann (Georgsmarienhütte) und Ulrich Beimesche (Wallenhorst)

Damit waren die Ehrungen noch nicht zu Ende. Für besonders verdiente Kameraden hatte Lars von Doom noch einige Auszeichnungen zu vergeben. So erhielt Frank Pohlmann (Niedermark) für seine Leistungen in der Feuerwehr die Ehrennadel in Silber des Landesfeuerwehrverbandes.

Steve Krauß (Hasbergen) und Ulrich Lindhorst (Dissen) erhielten das Feuerwehr Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) in Silber. Und für sein langes Engagement in der Feuerwehr, sowie lange Jahre Gemeindebrandmeister in Hilter erhielt Ralf Telkämper bei Standing Ovation der Versammlung, dass Feuerwehr Ehrenkreuz des DFV in Gold verliehen.

Nach dieser schönen Zeremonie schloss der Verbandsvorsitzende die Versammlung mit dem Motto des LFV „Gemeinsam für Frieden – Deine Feuerwehr“.

Text und Fotos: Frank Beermann

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