BROCKUM -
14.05.2018
Länderübergreifende Kooperation bei Bahnunfällen – Gemeinsamer Dienst der TE Bahn 6 und der Gemeindefeuerwehr Altes Amt Lemförde
Wir haben viel dazu gelernt und nette Kameraden mit viel Fachkompetenz kennen lernen können!“ So fasste ein Feuerwehrmann aus der Samtgemeindefeuerwehr den Informationsabend zusammen. Die Kameraden der sieben Ortswehren der […]

Wir haben viel dazu gelernt und nette Kameraden mit viel Fachkompetenz kennen lernen können!“ So fasste ein Feuerwehrmann aus der Samtgemeindefeuerwehr den Informationsabend zusammen. Die Kameraden der sieben Ortswehren der Samtgemeindefeuerwehren im „Alten Amt Lemförde“ trafen sich am vergangenen Mittwoch mit der „Technischen Einheit Bahn 6 Wittlage“ und der Fachgruppe Logistik „Bahn“ zum Informationsaustausch am Brockumer Feuerwehrhaus. Die Technische Einheit Bahn 6 und die Fachgruppe Logistik stellte sich am Brockumer Feuerwehrhaus der Gemeindefeuerwehr vor. Anlass dieses Treffen ist die vorgesehene Kooperation der Feuerwehren der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ mit den überörtlichen Kräften -gemäß der Alarm- und Ausrückeordnung bei Unfällen im Bereich der Deutschen Bahn-. Im Falle eines Schadensereignisses bei der Deutschen Bahn ist eine Vielzahl von Helfern und Geräten notwendig, wie sich im Verlaufe des Abends noch heraus stellten sollte. Aufgrund der räumlichen Nähe der südlichsten Region des Landkreises Diepholz zum Nachbarlandkreis Osnabrück sind hier Rettungskräfte aus Belm, Bohmte, Ostercappeln, Bad Essen und Melle zur nachbarschaftlichen technischen Hilfeleistung eingeplant. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Zugführer und Leiter der Einheit „TE Bahn 6“ Dirk Freye aus Belm und seinem Stellvertreter Dirk Grützmacher aus Bad Essen wurden die Kameraden der Samtgemeinde über das taktische Vorgehen und die Ausrüstung informiert. Die Einheit besteht aus 35 Einsatzkräften mit 6 Fahrzeugen. Dazu gehören ein Einsatzleitwagen, 2 Tanklöschfahrzeuge, 1 Hilfeleistungslöschfahrzeug, ein Rüstwagen sowie ein Gerätekraftwagen des Technischen Hilfswerks. Diese Einheit verfügt über mindestens zwei hydraulische Rettungssätze, einen elektrischen Trennschleifer und einen Motortrennschleifer. Es wird davon ausgegangen, dass je Bahnwaggon eines verunfallten Zuges eine TE einzusetzen ist. Im Einsatzfalle können die Rettungskräfte ihre Ausrüstung auf mitgeführte Loren verladen, um schwer zugängliche Streckenabschnitte zu erreichen. Mit den Loren können gegebenenfalls auch verletzte Personen abtransportiert werden. Bei Unfällen mit Reisezügen ist eine Einheit zur Versorgung eines Waggons vorgesehen. Zusätzlich unterstützt die Fachgruppe Logistik „Bahn“ mit einem Gerätewagen „Nachschub“, um weitere Gerätschaften an die Einsatzstelle zu bringen. Nach Beendigung des Treffens dankte der stellvertretender Gemeindebrandmeister Marco Wellmann den angereisten Kameraden für den sehr informativen Abend und wünschte sich weiterhin eine gute Zusammenarbeit. Zukünftig werde das Thema „Bahn“ auch in die Ausbildung mit einfließen.ms Text und Fotos:

Michael Schütz

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