Melle -
16.11.2022
Halle in Melle brennt in voller Ausdehnung: Feuerwehr schützt angrenzende Gebäude
Am Mittwoch geriet die Halle eines Gewerbebetriebs in Melle-Buer in Brand. Die Feuerwehr verhinderte eine Brandausbreitung auf das zugehörige Bürogebäude sowie das angrenzende Wohnhaus. Etwa 100 ehrenamtliche Kräfte von sechs […]

Am Mittwoch geriet die Halle eines Gewerbebetriebs in Melle-Buer in Brand. Die Feuerwehr verhinderte eine Brandausbreitung auf das zugehörige Bürogebäude sowie das angrenzende Wohnhaus. Etwa 100 ehrenamtliche Kräfte von sechs Ortsfeuerwehren aus Melle und Bad Essen waren im Einsatz. Im Laufe des Einsatzes verletzte sich ein Feuerwehrmitglied und wurde sicherheitshalber in ein Krankenhaus gebracht.

Um kurz nach 10:30 Uhr bemerkte der Besitzer des Betriebs für Elektro, Heizung und Sanitär den Brandausbruch in der etwa 15 mal 20 Meter großen Halle seines Unternehmens. Er informierte alle Personen auf dem Gelände, sodass sich alle Anwesenden in Sicherheit bringen konnten. Zudem konnten sie auch noch einzelne Fahrzeuge aus dem Gefahrenbereich bringen.

Gegen 10:35 Uhr ertönte nach dem ersten Notruf der Sirenenalarm für die Alarmeinheit Buer, bestehend aus den Ortsfeuerwehren Buer, Markendorf und Tittingdorf. Außerdem alarmierte der Disponent die Drehleitereinheit der Ortsfeuerwehr Melle-Mitte, einen Rettungswagen der DRK-Rettungswache Melle sowie die Polizei zum Buerschen Feld.

Bereits während der Anfahrt bemerkten die ersten Kräfte eine tiefschwarze Rauchwolke über dem Einsatzort, sodass sie frühzeitig die Alarmierung weiterer Kräfte aus Oldendorf und Melle-Mitte veranlassten. Zudem forderten sie eine zweite Drehleitereinheit aus Bad Essen an. Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs etwa sieben Minuten nach dem Sirenenalarm schlugen bereits Flammen aus den Toren und dem Dach der Halle.

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Aufgrund der hohen Brandintensität in der Halle lag das Hauptaugenmerk darauf, eine Ausbreitung auf das direkt angrenzende Bürogebäude und das wenige Meter entfernt stehende Wohnhaus zu verhindern. Hierfür setzten die Kräfte die Wenderohre der beiden Drehleitern aus der Luft sowie fünf handgeführte Strahlrohre am Boden ein.

Das Löschwasser entnahmen weitere Einsatzkräfte aus Hydranten in der nahegelegenen Siedlung sowie einem Löschteich am Nordring, von dem sie eine etwa 500 Meter lange Schlauchleitung bis zur Einsatzstelle verlegten. Bis zum Mittag brachten die Feuerwehrmitglieder den Brand im Gewerbebetrieb unter Kontrolle.

Der Brandrauch drückte auch in das angrenzende Bürogebäude, sodass hier ebenfalls Atemschutztrupps vorgehen mussten. Sie kontrollierten die Räumlichkeiten und löschten Glutnester entlang der Wand zur Halle. Aus einer Wohnung im Bürogebäude brachten sie zudem ein wichtiges Sauerstoffgerät der Mieterin in Sicherheit. Mit einem Hochleistungslüfter drückten sie anschließend den Brandrauch aus dem Gebäude.

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Während der Einsatzmaßnahmen stürzte das Hallendach ein. Dies erschwerte auch das Auffinden und Ablöschen von Glutnestern in der etwa 300 Quadratmeter großen Halle. Die erforderlichen Nachlöscharbeiten dauerten daher mehrere Stunden an. Hierbei unterstützte auch ein Bagger. Mehrere ehrenamtliche Mitglieder des DRK-Kreisverbandes Melle lösten zwischenzeitlich den hauptamtlichen Rettungsdienst zur Absicherung der Feuerwehrkräfte ab.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr verschlossen für die Dauer der Löscharbeiten mehrere Zuläufe in die Kanalisation, um das Löschwasser zurückzuhalten und eine mögliche Gewässerverunreinigung zu verhindern. Zudem überprüfte der Gewässerschutz-Alarmdienst des Landkreises Osnabrück (Fachdienst Umwelt) sicherheitshalber die umliegenden Gewässer.

Mit ihrem Eingreifen verhinderten die ehrenamtlichen Feuerwehrmitglieder eine Brandausbreitung auf das Bürogebäude und das angrenzende Wohnhaus. Unter der Leitung von Ortsbrandmeister Tobias Rauer waren einige von ihnen über sieben Stunden bis etwa 18 Uhr im Einsatz. Die Polizei schätzt den entstandenen Gebäudeschaden auf etwa 150.000 Euro. Sie hat den Brandort beschlagnahmt und die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Text udn Fotos: Feuerwehr Melle

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