Osnabrück -
07.07.2023
Große Dienstbesprechung der Gemeinde-, Orts- und Werkbrandmeister im Kreishaus – 25 Feuerwehrkameraden mit der Waldbrandmedaille 2022 des Landes Sachsen ausgezeichnet
Rund 180 Gäste konnte Kreisbrandmeister Cornelis van de Water am Freitagabend im Sitzungssaal des Kreishauses zur Großen Dienstbesprechung der Kreisfeuerwehr Osnabrück begrüßen

Rund 180 Gäste konnte Kreisbrandmeister Cornelis van de Water am Freitagabend im Sitzungssaal des Kreishauses zur Großen Dienstbesprechung der Kreisfeuerwehr Osnabrück begrüßen. Neben den Führungskräften aus den Feuerwehren des Osnabrücker Landes gehörten zu den Gästen Vertreter der Polizei, die Repräsentanten der anderen Hilfsorganisationen, mehrere Mitglieder des Feuerschutzausschusses sowie die für das Feuerwehrwesen zuständigen Sachbearbeiter der kreisangehörigen Kommunen.

Vor dem Einstieg in die offizielle Tagesordnung bat der Kreisbrandmeister die Gäste sich zu einer Schweigeminute für den bei einem tragischen Verkehrsunfall tödlich verunglückten Fachbereichsleiter Wettbewerbe der Kreisjugendfeuerwehr Heiko Leerkamp zu erheben. Anschließend sendete van de Water die besten Genesungswünsche an den ehemaligen Leiter der Rettungsleitstelle und langjährigen Fachdienstleiter Funk der Kreisfeuerwehr Hermann Schohaus, der sich bei einem Unfall schwerste Brandverletzungen zugezogen hat und aktuell in einer Spezialklinik in Bochum behandelt wird.

In seinem Jahresbericht berichtete der Kreisbrandmeister von einer erfreulichen Entwicklung der Mitgliederzahlen in den Feuerwehren des Osnabrücker Landes. Im vergangen Jahr sei erstmals die Zahl von 4000 überschritten worden und der Frauenanteil liege bei erfreulichen sieben Prozent. Die Anzahl der Einsätze bewege sich mit jeweils kleinen Schwankungen sowohl bei den Bränden als auch bei den Hilfeleistungen in den letzten Jahren auf einem gleichen Niveau.

Im Namen des Landkreises Osnabrück überbrachte Landrätin Anna Kebschull die Grüße von Kreistag und Kreisverwaltung. Sie sprach allen Feuerwehrmitgliedern ihren Dank für ihre Tätigkeit zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger des Osnabrücker Landes aus. Die Feuerwehren seien die Einheiten, die jederzeit ohne große Vorlaufzeit kompetent und gut organisiert eingesetzt werden könnten. Ihr ehrenamtlichen Einsatz ist unverzichtbar für unsere Gesellschaft, betonte Kebschull.

Über Feuerwehrthemen aus Sicht der Kreisverwaltung berichtete Kreisrat Dr. Winfried Wilkens. Dabei ging es neben der Psychosozialen Notfallversorgung von Einsatzkräften, einem neuen Sirenenkonzept, Veränderungen in der Regionalleitstelle sowie den neu bestellten Waldbrandbeauftragten auch um die Veränderungen bei der Truppführerausbildung in Niedersachsen. Das Land hat kurzfristig verkündet, dass es ab 2024 keine Truppführer-Lehrgänge an der niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz mehr geben wird. Weitere Informationen zur Neuorganisation der Ausbildung stehen aber weiterhin aus. Wilkens berichtete, dass die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister gemeinsam mit der Landrätin sich jetzt des Themas angenommen haben und von der Innenministerin zeitnah ein tragfähiges Konzept einfordern werden.

Regierungsbrandmeister Matthias Röttger betonte, dass trotz aller Kritik die Veränderungen in der Truppausbildung grundsätzlich erforderlich seien Er räumte aber ein, dass die Kommunikation von Seiten des Landes hierzu kritikwürdig sei. Dies gelte auch für die Änderungen des niedersächsischen Brandschutzgesetztes. Es habe zwischenzeitlich verschiedene Entwürfe gegeben, die auch mit den Verbänden diskutiert worden seien. Einen abschließenden finalen Entwurf habe er bis heute aber noch nicht gesehen, bedauerte Röttger. Geplant sei im Zuge dessen auch die Veränderung bei der Dienstkleidung und den Dienstgraden. Hierzu sei auf Landesebene eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung der Freiwilligen Feuerwehren, der Berufs- und Werkfeuerwehren und der Jugendfeuerwehren gebildet worden. Röttger stellte den interessierten Anwesenden die angedachten Veränderungen bei den Dienstgraden und die Entwürfe der neuen Dienstkleidung vor. Eine abschließende Beschlussfassung auf Landesebene stehe aber noch aus, erklärte Röttger.

Nach seinem Bericht konnte Röttger noch mehrere Ehrungen von Feuerwehrkameraden aus der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord, die im vergangenen Sommer bei den Waldbrandeinsätzen in Sachsen tätig waren, durchführen.

Mit Unterstützung durch Kreisrat Dr Wilkens und Landrätin Anna Kebschull zeichnete der Regierungsbrandmeister folgende Kameraden mit der „Waldbrandmedaille 2022“ des Landes Sachsen aus: Von der Feuerwehr Neuenkirchen Stefan Hülsmann, Maik Geers, Philipp Behrens und Jonas Kempe, von der Feuerwehr Berge Andre Rumker, Frederic Wolting und Marnix Meyer,von der Feuerwehr Ankum  Markus Rechtien, Heiko Hesse,  Patrick Siebrecht, Jens Koddenberg, Jens Specker, Benedict Specker, Luca Schumacher, Heiko Prieshoff und Tim Liening, von der Feuerwehr Bramsche Mitte Luca Grunert, Marcel Legler, Daniel Ruther, Miguel Schwarzbich, Carsten Strubbe, Alexander Weniger, Michael Wernsing und Florian Wissmann sowie von der Feuerwehr Hesepe Nico Klöppel. Zudem erhielt auch Röttger selbst das Ehrenzeichen, da er ebenfalls mehrere Tage vor Ort im Einsatz war.

Nach dem Schlusswort von Abschnittsleiter Süd Ludger Flohre klang die große Dienstbesprechung mit einem Empfang im Kreishaus-Restaurant aus.

Text und Fotos: Volker Köster

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