Melle -
18.01.2025
Gebäude eines landwirtschaftlichen Anwesens in Vollbrand
In der Nacht zu Samstag ist an der Ratsherrenstraße in Sankt Annen ein landwirtschaftliches Gebäude mit einer Wohnung darin komplett ausgebrannt. Sechs Tiere kamen dabei ums Leben. Die beiden Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. In der Regionalleitstelle Osnabrück…

In der Nacht zu Samstag ist an der Ratsherrenstraße in Sankt Annen ein landwirtschaftliches Gebäude mit einer Wohnung darin komplett ausgebrannt. Sechs Tiere kamen dabei ums Leben. Die beiden Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

In der Regionalleitstelle Osnabrück gingen mehrere Notrufe aus der Umgebung ein. Darin schilderten die Anrufer einen großen Feuerschein auf dem Hof an der Ratsherrenstraße. Der Disponent alarmierte um 1:21 Uhr die Ortsfeuerwehren Sankt Annen, Groß Aschen, Riemsloh sowie die Drehleitereinheit aus Melle-Mitte und kurze Zeit später auch die Ortsfeuerwehr Neuenkirchen. Außerdem kam ein Rettungswagen der DRK-Rettungswache Melle zum Einsatz.

Bei Eintreffen der Feuerwehr stand das landwirtschaftliche Gebäude mit innenliegender Wohnung in Vollbrand. Die beiden Bewohner hatten ihre Wohnung rechtzeitig verlassen können. Drei Kühe und drei Schweine befanden sich noch in den Ställen. Eine sichere Rettung der Tiere war jedoch nicht mehr möglich.

Die Einsatzkräfte fokussierten sich zunächst auf den Schutz eines als Vereinsheims genutzten Nachbargebäudes in unmittelbarer Nähe. Dazu kamen mehrere Wasserwerfer und Strahlrohre als Riegelstellung zum Einsatz, um die Ausbreitung durch Hitzestrahlung und Funkenflug zu verhindern.

Im weiteren Einsatzverlauf nahm die Feuerwehr die Brandbekämpfung vor. Dabei kamen von allen Seiten mehr als zehn Strahlrohre sowie das Wenderohr im Korb der Drehleiter zum Einsatz. Als Wasserversorgung diente ein direkt auf dem Gelände liegender Teich, aus dem die Feuerwehr mit bis zu vier tragbaren Pumpen Löschwasser entnahm.

Mitglieder des DRK-Kreisverbands Melle stellten die medizinische Absicherung der Einsatzkräfte sicher und versorgte sie mit Warmgetränken. Außerdem setzten sie eine Drohne ein, um der Einsatzleitung ein Lage- und Wärmebild aus der Luft bereitzustellen.

Ein Ehrenamtlicher der Psychosozialen Notfallversorgung für Betroffene betreute die Bewohner, die kurzfristig bei Nachbarn unterkamen. Die Gruppe für Information und Kommunikation bei der Kreisfeuerwehr Osnabrück unterstützte die Einsatzleitung mit dem Einsatzleitwagen 2. Zudem stellte die Feuerwehrtechnische Zentrale vor Ort Ersatzschläuche aus dem zur Verfügung.

Der Einsatz zog sich bis zum Samstagnachmittag. Zwischenzeitlich übernahmen die Ortsfeuerwehren Markendorf und Niederholsten eine Brandwache, ehe erneut Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Sankt Annen und Neuenkirchen zu Nachlöscharbeiten anrückten. Aus Sicherheitsgründen war es erforderlich, die instabilen Giebel durch ein Fachunternehmen abzutragen. 

Über 100 Einsatzkräfte waren in der akuten Phase unter der Leitung des Sankt Annener Ortsbrandmeisters Christian Kramm im Einsatz.

Text und Fotos: Feuerwehr Melle

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