Bramsche -
27.09.2026
Achmer: Großübung der Feuerwehrbereitschaft Umwelt bei Remondis
Am vergangenen Samstag fand in Achmer bei der Firma Remondis eine Großübung der Feuerwehrbereitschaft Umwelt mit rund 200 Beteiligten Einsatzkräften statt. Kurz vor 9 Uhr wurde die Bevölkerung über die bekannten Warnapps über die bevorstehende Übung informiert, bevor um 9…

Am vergangenen Samstag fand in Achmer bei der Firma Remondis eine Großübung der Feuerwehrbereitschaft Umwelt mit rund 200 Beteiligten Einsatzkräften statt.

Kurz vor 9 Uhr wurde die Bevölkerung über die bekannten Warnapps über die bevorstehende Übung informiert, bevor um 9 Uhr die Feuerwehr Achmer mit dem Stichwort ABC 1 alarmiert wurde. Nach einer ersten Erkundung wurde eine Havarie von mehreren Gefahrgutbehältern festgestellt, woraufhin durch den Einsatzleiter das Stichwort auf ABC 3 erhöht wurde. Die im Bereitstellungsraum auf dem Flugplatz Achmer befindlichen Fachzüge Gefahrgut Nord, Gefahrgut Süd, Dekontamination, Messen und spüren sowie der Fachzug Gewässerschutz wurden alarmiert.

Um für alle eingesetzten Kräfte genug Aufgaben zu haben, gab es 5 Gefahrenstellen auf dem Gelände der Firma für die Fachzüge 1-4, sowie die angrenzende Wasserstraße für den Fachzug Gewässerschutz auf dem Kanal.

Während sich die Fachzüge Gefahrgut auf den Einsatz unter schweren Chemikalienanzügen (CSA) vorbereiteten, wurde parallel die Dekontaminationsstrecke aufgebaut. Erstmals waren hier Kräfte der Feuerwehren aus Melle-Buer und Melle-Bakum beteiligt. Diese werden iin Zukunft die Aufgabe der Feuerwehr Wellingholzhausen übernehmen.

Die IUK-Gruppe Nord baute sich auf der Bölkowstraße auf, von wo auch die Drohne immer wieder zur Lageübersicht aufstieg. Neben der Kreisfeuerwehreigenen Übungsanlage gab es einen Leckgeschlagenen Behälter auf einem LKW sowie 2 weitere leckgeschlagene Behälter auf dem Gelände. Die Leckagen abzudichten, sowie den weiteren Eintritt in die Kanalisation zu verhindern, war Aufgabe der beiden Gefahrgutzüge. In einer Halle befanden sich mehrere geöffnete Behälter, deren Stoffe miteinander reagierten. Diese zu identifizieren und zu verschließen war wiederum eine Aufgabe für den Fachzug Messen und spüren, zum anderen wurden Messungen in der Umgebung durchgeführt. Der Fachzug Gewässerschutz legte auf dem Kanal Ölsperren aus und nahm Gewässerproben.

Neben Benedikt Guss und Amin Schnieder vom Landkreis Osnabrück verfolgten Kreisbrandmeister Ludger Flohre, die stellvertretenden Abschnittsleiter Nord und Süd, dass Gewerbeaufsichtsamt, ein Vertreter der Polizei, sowie Vertreter aus Rat und Politik das Einsatzgeschehen auf dem Gelände.

Nachdem alle Szenarien durch die Fachzüge abgearbeitet waren, gab es ein abschließendes Szenario für die Dekon Einheit und den Rettungsdienst: Ein Trupp unter CSA war verunfallt, und musste so schnell wie möglich aus den Anzügen befreit werden. Hierbei wurden 2 Techniken angewandt: bei der ersten Technik wurde der Anzug aufgeschnitten, bei der 2. wurde eine Kombination aus schneiden und zerreißen angewandt. Hierbei unterstützten geschulte Mitarbeiter des Rettungsdienstes in speziellen Schutzanzügen. Die Schutzanzüge für den Rettungsdienst werden auf dem Dekon- LKW mitgeführt.

Gegen 12 Uhr waren alle Lagen erfolgreich abgearbeitet und die eingesetzten Kameradinnen und Kameraden konnten eine warme Mahlzeit zubereitet durch die Feldküche des Fachzuges 4 der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord und Kaltgetränke, zu sich nehmen.

Beim abschließenden Resümee dankten die Beobachter der Firma Remondis für die Zusammenarbeit sowie den eingesetzten Kräften für Ihre geleistete Arbeit an diesem sonnigen Samstag.

Text ung Fotos: Patrick Siebrech

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