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Neues aus den Wehren


Bissendorfs Gemeindebrandmeister Ulrich Brockmann geht, Torben Preuss kommt, Stellvertreter Stefan Hoge bleibt

BISSENDORF

Ulrich Brockmann ist in Kreisen derer, die freiwillig ausrücken um zu retten, löschen, bergen und schützen, nicht erst seit gestern bekannt. 40 Jahre aktiver Dienst für die Freiwillige Feuerwehr Bissendorf, davon zwölf Jahre als Gemeindebrandmeister, zählen zu seinem ehrenvollen Verdienst. Zum 1. Juli trat er das bedeutsame Ehrenamt an Torben Preuss ab, dem Stefan Hoge weitere sechs Jahre als Stellvertreter zur Seite stehen will.

 
 

Bei der Amtseinführung eines neuen Gemeindebrandmeisters darf in Bissendorf der „Karl-Schlemmer-Ehrendegen“ nicht fehlen. Ulrich Brockmann übergab ihn feierlich seinem Nachfolger Torben Preuss (Bildmitte). In kleiner Runde mit Fachdienstleiter Bernd Stegmann ernannte und vereidigte Bürgermeister Guido Halfter abermals Stefan Hoge als stellvertretenden Gemeindebrandmeister.

Am 1. Oktober 1980 trat Ulrich Brockmann (damals 18 Jahre jung) in den Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Schledehausen. Seit besagtem Start hat der Landwirt aus Wulften etliche Lehrgänge besucht und Qualifikationen erworben. Die Prüfung zur Grundausbildung absolvierte er am gleichen Tag, an dem er morgens sein Abiturzeugnis in den Händen hielt. Ab 1991 lag das Amt des Kassenwarts der Ortsfeuerwehr zwölf Jahre in seinen Händen. Einsätzen als Gruppenführer und stellvertretender Zugführer folgten ab 1. Juli 2002 sechs Jahre als Stellvertreter des damaligen Gemeindebrandmeisters Rudolf Eckl. Obwohl die Altersgrenze für das 2008 angetretene Ehrenamt des Gemeindebrandmeisters inzwischen auf 67 Jahre angehoben wurde, macht Brockmann nun, wie lange angekündigt, mit Wirkung zum 1. Juli 2020 den Weg für seinen Nachfolger frei. Nach der Geburt seines ersten Enkelkinds „Luise“ und beruflichen Veränderungen warten nun neue Aufgaben auf ihn.

In einer, der aktuellen Situation geschuldeten, sehr kleinen Runde sprachen Bürgermeister Guido Halfter und Fachdienstleiter Bernd Stegmann dem scheidenden Ehrenbeamten ihre große Anerkennung für seinen unermüdlichen Einsatz in der Freiwilligen Feuerwehr Bissendorf aus, der stets mit großer Konsequenz in Sachen Sparsamkeit und Haushalten verbunden gewesen sei. Ebenso wies der Bürgermeister auf die stets gute Zusammenarbeit des scheidenden Gemeindebrandmeisters mit den politischen Vertretern im Rat, speziell im Feuerwehrausschuss hin. „Den guten Draht und den respektvollen Umgang untereinander – das Empfangen werden, ohne große Vorbehalte – nicht nur in Schledehausen, sondern auch in den anderen Ortsfeuerwehren“, benannte Brockmann als Lohn seines jahrelangen Engagements. Letzteres sei nur durch die Geduld und das Verständnis seiner Ehefrau Anke möglich gewesen.

Mit dem nun neu ernannten und frisch vereidigten Gemeindebrandmeister Torben Preuss ist die Wahl der amtierenden Ortsbrandmeister und deren Stellvertreter aus Bissendorf, Ellerbeck, Jeggen und Schledehausen auf einen Kameraden gefallen, der alle erforderlichen Qualifikationen für das verantwortungsvolle Ehrenamt mitbringt. Seit 26 Jahren ist der heute 43-Jährige aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Schledehausen. Seinen Zugführerlehrgang absolvierte er 2007. Auch die Qualifikationen „Führer von Verbänden“ und „Einführung in die Stabsarbeit“ bringt der Regionalleiter der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG bereits mit.

Bei seiner Ortsfeuerwehr engagierte sich Preuss als Gruppenführer und stellvertretender Zugführer. Auf Landkreisebene verdiente er sich Anerkennung durch die Leitung der Führungseinheit IuK, die bei großen Schadensereignissen und außergewöhnlichen Einsätzen ausrückt. Bis nun der Ruf in die Gemeinde kam.

Nach der Ernennung und Vereidigung im Bürgersaal des Bissendorfer Rathauses wurde Preuss von seinem Vorgänger als Zeichen der Ehre und Verantwortung der „Karl-Schlemmer-Ehrendegen“ überreicht. Bissendorfs Ex-Bürgermeister Georg Harcke hatte das antike Stück einst von seinem Großvater geerbt, der 1928 Brandmeister der Freiwilligen Feuerwehr in Calbe an der Saale war, und ihn später der Verwaltung gestiftet. Als stellvertretender Gemeindebrandmeister bleibt der Verwaltung nach zwölf gemeinsamen Jahren auf Beschluss des Bissendorfer Rates für eine dritte Periode Stefan Hoge erhalten. Dank einer Änderung der Satzung für die Freiwillige Feuerwehr Bissendorf besteht künftig die Option, dem neuen Gemeindebrandmeister einen zweiten Vertreter an die Seite stellen zu können. Dies ist insbesondere aufgrund der zunehmenden administrativen Aufgaben bei den Freiwilligen Feuerwehren sinnvoll.

„Maßgeblich für die Übernahme des Amtes war für mich das vorgefundene Feld, auf dem Ulrich Brockmann und Stefan Hoge langfristig exzellente Arbeit geleistet haben. Mein Wunsch ist es, diese sehr solide Basis, die bei der Feuerwehr der Gemeinde Bissendorf in den vergangenen Jahren aufgebaut wurde, mindestens zu halten. Hat man im Blick, dass die wichtige Aufgabe durch die Bank mit Ehrenamtlichen bewerkstelligt wird, ist das eine große Herausforderung“, betonte Preuss im Gespräch während seiner Vereidigung.

Text unf Foto: Gemeinde Bissendorf, Johanna Kollorz