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Neues aus den Wehren


Mitgliederversammlung der Ortsfeuerwehr Herringhausen - rund 4800 Stunden an ehrenamtlicher Arbeit geleistet - Rettungsboot und Neubau des Feuerwehrhauses erforderlich - Beförderungen und Wahlen zum Kommando

12.03.2019

Am Freitagabend blickte die Ortsfeuerwehr Herringhausen bei der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrhaus auf ein ereignisreiches Jahr 2018 zurück. Auch das begonnene Jahr stellt die Feuerwehrkräfte vor Herausforderungen; denn gemäß Brandschutzbedarfsplan müssen ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut und ein Rettungsboot angeschafft werden.

 
 

Bei der Mitgliederversammlung der Ortsfeuerwehr Herringhausen wurden sechs Mitglieder befördert. Das Bild zeigt die Offiziellen mit den Beförderten (von links): Martin Niermann, Klaus Goedejohann, Tanja Strotmann, Andreas Pöhlmann, Marc Knipker, Johanna Oelgeschläger, Norman Jänkel, Pascal Rosemann, Christoph Tiaden, Pascal Winkelmann, Ralf George, Volker Köster, Thomas Rehme und Arnd Sehlmeyer.

Ortsbrandmeister Volker Köster begrüßte die Feuerwehrkräfte der Einsatzabteilung, die Kameraden der Altersabteilung, Ehrenortsbrandmeister Ludwig Kuhr sowie als Gäste Vertreter aus Politik und Verwaltung und Feuerwehr- führungskräfte.

An den Anfang seines Jahresberichtes stellte Köster einen Blick auf die Personalsituation. Zum Ende des Jahres 2018 verfügte die Wehr über 45 Aktive mit einem Durchschnittsalter von 38,3 Jahren und 9 Mitgliedern in der Altersabteilung. Köster hob besonders die hohe Zahl von fünf aktiven Feuerwehrfrauen hervor. 23 Mitglieder sind für den Einsatz mit Atemschutzgeräten ausgebildet und tauglich. Neun Kameraden haben die entsprechenden Lehrgänge zum Arbeiten in Chemikalienschutzanzügen erfolgreich absolviert.

Andreas Pöhlmann, Pastor der Kirchengemeinde Arenshorst, wurde als förderndes und unterstützendes Mitglied aufgenommen. "Wir freuen uns über Norbert Heckel, Luke Böhning, Jannik Wilcke und Nora Büttner, die wir als direkte Quereinsteiger gewinnen konnten", sagte Köster.

Die Wehr rückte laut Jahresbericht zu insgesamt 45 Einsätzen aus. Es gab 20 Brandereignisse, davon zwei Großbrände. Am 02.06. brannte eine Strohhalle. Am 24.08. wurde das Haus eines Hundezüchters durch ein Feuer vernichtet. Hier galt es, neben der Brandbekämpfung 15 Hunde zu retten. "Beide Einsätze waren sehr zeitintensiv und gingen an die Grenzen der physischen Belastbarkeit", betonte der Ortsbrandmeister.

Bei den 25 Hilfeleistungen gab es Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen, die Beseitigung von Ölspuren und umgestürzten Bäumen, aber auch die Rettung verirrter Entenküken. Köster erinnerte an zwei Einsätze am bzw. auf dem Mittellandkanal. Am 18.07.2018 wurde eine leblose Person im Wasser gemeldet. Glücklicherweise stellte sich nach intensiver und ergebnisloser Absuche heraus, dass der meldende holländische Schiffsführer die Situation falsch eingeschätzt hatte. Am 30.11. war ein abgestellter Pkw eines Anglers in den Kanal gerollt. Köster erklärte: "Bei beiden Einsätzen war ein Boot gefordert. Dies belegt einmal mehr, dass die Erkenntnisse aus dem Feuerwehrgut- achten nicht nur Theorie sind, sondern der Bedarf auch tatsächlich da ist."

Es wurden 23 Dienstabende, zwei Dienstversammlungen, drei Gruppenführerbesprechungen und sechs Ortskommandositzungen abgehalten. Aus den Erkenntnissen bei der Gemeindeübung in Hunteburg wurde ein neues Funkkonzept entwickelt. Inzwischen haben sich 20 Feuerwehrkräfte zu "mobilen Rettern" ausbilden lassen. Sie stehen nach Alarmierung durch die Leitstelle für schnelle Hilfe und erste Maßnahmen bei Personen mit Herz-Kreislauf-Stillstand zur Verfügung.

"Eine gute und kontinuierliche Ausbildung ist das Handwerkszeug. Funktionieren kann aber eine Feuerwehr nur, wenn die Kameradschaft gelebt wird", hob Köster hervor. So gab es manche Veranstaltungen zur Kameradschaftspflege. Auch wurden viele Aktionen innerhalb der Ortschaft unterstützt: die Aktion saubere Landschaft, verschiedene Parkplatzdienste, ein Informationsvormittag für Schule und Kindergarten, das Osterfeuer und der Volkstrauertag. Sehr viele Stunden investierte die Feuerwehr in Planung, Durchführung und Mitgestaltung des Erntefestes anlässlich des 625-jährigen Jubiläums von Stirpe-Oelingen.

 
 

Nach dreijähriger Amtszeit wurden die Funktionen im Kommando durch Wahlen neu bestimmt. Das Bild zeigt (von links): Michael Bramsche, Ludwig Kuhr, Volker Brüggemann, Christoph Tiaden, Volker Köster, Niko Ellermann, Jens Birkemeyer, Michael Hackländer und Christian Stibale. Es fehlt Kai Harmeyer.

Für die Kernaufgaben der Feuerwehr wurden 4760 Stunden geleistet. "Hinzuzurechnen sind noch die ungezählten Stunden für das Erntefest, die Verwaltung sowie Pflege- und Wartungsarbeiten", ergänzte Köster.

Zum Abschluss seines Jahresberichtes dankte Köster besonders seinem Stellvertreter Michael Bramsche, den Gruppenführern, dem Ortskommando und der gesamten Wehr für die Einsatzbereitschaft sowie das persönliche und fachliche Engagement.

Bürgermeister Klaus Goedejohann überbrachte die Grüße aus dem dem Rathaus, auch im Namen der anwesenden Ersten Gemeinderätin Tanja Strotmann. Er zeigte sich beeindruckt über das vielfältige Einsatzspektrum. "Der Brandschutz ist Pflichtaufgabe der Kommune. Diese wird vollständig ehrenamtlich geleistet. Dafür spreche ich Dank und Anerkennung aus", sagte Goedejohann. Ebenso könne sich auch die Feuerwehr auf Politik und Verwaltung verlassen. Untersuchungen hätten die Notwendigkeit für den Neubau eines Feuerwehrhauses in Herringhausen an einem neuen Standort ergeben. Hohe finanzielle Investitionen seien daher erforderlich. Auch Thomas Rehme, Vorsitzender des zuständigen Fachausschusses, betonte die Verbundenheit der Politik mit der Feuerwehr. "Ihr seid eine Bereicherung für das gesellschaftliche Leben in der Ortschaft", lobte Rehme. Bürgermeister Arnd Sehlmeyer bezeichne die Feuerwehr als stets hilfsbereit. Er dankte besonders für das hohe Engagement beim Erntefest.

Ralf George, stellvertretender Brandabschnittsleiter-Nord, berichtete über abgeschlossene und geplante Vorhaben bei der Kreisfeuerwehr. Gemeindebrandmeister Martin Niermann berichtete über das Einsatzgeschehen und die Personalsituation auf Gemeindeebene. Bohmtes Ortsbrandmeister Thomas Niermann und Hunteburgs Ortsbrandmeister Tobias Michael richteten Grußworte an die Versammlung. Gemeindejugendfeuerwehrwart Olaf Langer berichtete über Aktivitäten des Feuerwehrnachwuchses. Stefan Mönter, erster hauptamtlicher Gerätewart für die Gemeindefeuerwehr, stellte sich vor.

Pastor Andreas Pöhlmann begann sein Grußwort mit der Jahreslosung "Suche den Frieden und jage ihm nach". "Wir brauchen Menschen, die Ruhe bewahren und dem Frieden nachjagen. Genau das macht ihr Feuerwehrkräfte, wenn ihr Brände löscht und Hilfe leistet - auch wenn euch manchmal das Äußerste abverlangt wird."

Nach dreijähriger Amtszeit standen Wahlen zum Kommando an. Gewählt wurden zu Gruppenführern Jens Birkemeyer, Niko Ellermann, Christian Stibale und Christoph Tiaden, zum Schriftführer Michael Hackländer, zum Sicherheitsbeauftragten Volker Brüggemann, zum Gerätewart Kai Harmeyer. Weiterhin gehört Ehrenortsbrandmeister Ludwig Kuhr kraft Amtes dem Kommando an. Jürgen Oelgeschläger würde für seine jahrelange Mitarbeit im Kommando mit einem Präsent gedankt.

Befördert wurden: Johanna Oelgeschläger zum Oberfeuerwehrfrau, Norman Jänkel zum Oberfeuerwehrmann, Pascal Rosemann und Marc Knipker zum Hauptfeuerwehrmann, Pascal Winkelmann zum Löschmeister und Christoph Tiaden zum Oberlöschmeister.