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Einsätze

Täglich rücken Feuerwehren im Landkreis Osnabrück aus, um bei Bränden, Verkehrsunfällen oder anderen Unglücken schnell und qualifiziert Hilfe zu leisten.

Annähernd 4.000 Einsätze werden in jedem Jahr von den ausschließlich ehrenamtlich tätigen Feuerwehrmitgliedern bewältigt.

Hier finden Sie Berichte über Einsätze der Feuerwehren

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Aktuelles


MANV Simulation im Landkreis Osnabrück
Neues Konzept für die Schulung der Rettungskräfte zu Schadenslagen mit vielen Verletzten


OSNABRUECK

Einundzwanzigmal wurde 2019 im Landkreis Osnabrück das Einsatzstichwort MANV (Massenanfall an Verletzten) von der Regionalleitstelle Osnabrück ausgelöst. Ein Szenario das in der Regel eher selten auf dem Pager der Einsatzkräfte steht, in diesem Fall aber hohe Anforderungen an die Mitarbeiter der Leitstelle, der Rettungsdienste, der Feuerwehren und der Polizei stellt.

Auf Szenarien wie diese möchte der Landkreis Osnabrück in Zukunft noch besser vorbereitet sein. Aus diesem Grund fanden in den vergangenen Jahren bereits mehrere große, realitätsnahe MANV Übungen im Landkreis Osnabrück statt. Dies Übungen sind im Allgemeinen sehr aufwendig und erreichen nur einen Teil der Einsatzkräfte. Beispielhaft sind die Busübungen in Melle, Bramsche oder im Tunnel Dissen zu nennen.

Für das Jahr 2019 hatte sich der Fachdienst Ordnung vom Landkreis Osnabrück ein neues Übungsinstrument ausgesucht. Übungen in realitätsnahen Szenarien sind für den Einsatzerfolg wichtig, doch sie sind sehr aufwendig und fanden in den letzten Jahren im jeweiligen eignen Wirkungskreis oder eher selten statt. Neben diversen praktischen Übungen in den letzten drei Jahren, wie u.a. im Dissener Tunnel, der alten B68 bei Bramsche oder auf einer Landstraße in den Meller Bergen hat der Fachdienst Ordnung Abtl. Rettungsdienst / Brand & Katastrophenschutz" 2017 mit der Simulation von MANV Lagen begonnen.
Die dynamische Patientensimulation des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ist ein ressourcenschonendes, kostengünstiges hocheffektives Instrument, das den Einsatz im Einsatzabschnitt medizinische Rettung in einer Patientenablage und einem Behandlungsplatz realitätsnah darstellen kann. Im Fokus stehen die Medizin, die medizinischen Maßnahmen und taktische Entscheidungen unter Zeitdruck. Mit dem Hilfsmittel der dynamischen Patientensimulation wurde vor allem das Vorgehen des ersten Rettungswagens geschult, aber auch das weitere Vorgehen an der Einsatzstelle durch den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst und den Leitenden Notarzt. Diese aufeinander aufbauenden Führungsstufen können durch diese Simulation hervorragend geübt werden. Im Februar 2019 wurden zehn Trainer von der DRK Landesschule NRW zum MANV SIM Trainer ausgebildet und die MANV Strukturen im Landkreis Osnabrück eingeführt. Diese Multiplikatoren sind Mitarbeiter des Landkreises Osnabrück, der Rettungsdienste sowie der Regionalleitstelle.

In der zweitägigen Inhouse Schulung an der FTZ Süd erlernten die Teilnehmenden das selbstständige Vorbereiten, Durchführen, Begleitung und das Nachbereiten der Übungen.

In der ersten Schulung im Mai wurden über 250 Mitarbeiter des Regel-Rettungsdienstes beschult. Der Lehrgang besteht aus drei praktischen Übungen inkl. Impulsvorträgen zur Einsatztaktik. Alle Unterlagen für die Simulationen erhalten die Teilnehmenden elektronisch. Im Herbst 2019 wurden dann die Einheiten des erweiterten Rettungsdienstes und Katastrophenschutzes beschult. Anfang 2020 werden die Schulungen mit den ersten Ortsfeuerwehren im Landkreis Osnabrück fortgesetzt.

In den nächsten Jahren soll mit der Führungs-Simulation MANV als Erweiterung zur MANV Sim die Führungssysteme der örtliche Einsatzleitung Rettungsdienst geübt werden. Die FÜSIM Ausbildung soll nach und nach auf die im Landkreis Osnabrück bestehenden Gegebenheiten angepasst werden. Ziel dieser Führungskräfteausbildung ist es, Führungsfunktionen, Kommunikation, Schnittstellen und Ressourcenverwaltung bei einem Massenanfall von Verletzten im Landkreis aber auch bei den Nachbarlandkreisen (inkl. NRW) und der Stadt Osnabrück zu trainieren.

Text und Fotos: Amin Schnieder