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Der Landkreis

Der Landkreis Osnabrück liegt im Südwesten von Niedersachsen.

Mit 2.121 qkm ist er der zweitgrößte Landkreis in Niedersachsen und in etwa so groß wie das Saarland.

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Aktuelles


Große Dienstbesprechung der Gemeinde-, Orts- und Werkbrandmeister
Jahresrückblick 2019 - Zahlreiche Brandeinsätze aufgrund der anhaltenden Trockenheit für die Feuerwehren im Osnabrücker Land


OSNABRÜCK

Über 150 Teilnehmer konnte Kreisbrandmeister Cornelis van de Water am Freitagabend im Sitzungssaal des Kreishauses zur Großen Dienstbesprechung der Kreisfeuerwehr Osnabrück begrüßen. Sein besonderer Gruß galt in diesem Jahr der neuen Landrätin Anna Kebschul, die das erste Mal an der Großen Dienstversammlung teilnahm.

 
 

Landrätin Anna Kebschul begrüßte die Gäste im großen Sitzungssaal des Kreishauses.

Neben den Führungskräften aus den Feuerwehren des Osnabrücker Landes gehörten zu den weiteren Gästen auch Vertreter der Polizei, die Repräsentanten der anderen Hilfsorganisationen, mehrere Mitglieder des Feuerschutzausschusses sowie die für das Feuerwehrwesen zuständigen Sachbearbeiter der kreisangehörigen Kommunen.

In ihrer Begrüßungsrede dankte Landrätin Anna Kebschul den Feuerwehrkräften für das große Engagement: "Ohne die Freiwilligen Feuerwehren wäre das Leben im Osnabrücker Land, so wie es derzeit ist, nicht denkbar." Gerade in den vergangenen beiden Jahren habe die extreme Trockenheit den Kräften viel abverlangt, so Kebschul.

 
 

Kreisbrandmeister Cornelis van de Water gab einen umfassenden Jahresrückblick.

In seinen Jahresbericht blickte Kreisbrandmeister Cornelis van de Water auf ein einsatzreiches Jahr zurück, dass insbesondere durch die anhaltende Trockenheit und zahlreiche dadurch bedingte Brände geprägt war. 130 Brände mussten die Feuerwehren alleine zwischen Juli und August bekämpfen. Der Kreisbrandmeister appellierte, nicht nur in den eigenen Reihen nach möglichen Verbesserungen zu suchen, sondern auch Gespräche mit der Landwirtschaft zu führen. Denn viele Brände im Sommer seien bei der Ernte auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebrochen. "Wir müssen überlegen, wie wir geeignete Geräte vorbereiten, um auf den abseits gelegenen Flächen ohne Wasserversorgung schnellst möglichst eine gezielte Brandbekämpfung einzuleiten. Arbeitsreich und schweißtreibend sei zudem der Großbrand bei einem Reyclingbetrieb in Bohmte gewesen. Hier waren neben den örtlichen Kräften auch zahlreiche Einheiten der Kreisfeuerwehreinheiten im Einsatz.

Blick in den voll besetzten großen Sitzungssaal des Kreishauses.

Auch zahlreiche Mitglieder des Ausschusses für Feuerschutz, Integration und Ordnung waren der Einladung gefolgt.


In seinem Bericht stellte der Kreisbrandmeister zudem den "TE Bahn Übungscontainer" vor, der nach mehr als zweieinhalb Jahren Planung im Oktober beim THW in Melle eingeweiht wurde. In dem ausrangierten und in Eigenleistung umgebauten Überseecontainer können unter anderem die Rettungskräfte der "Technischen Einheiten Bahn" unter realen Bedingungen den Ernstfall bei Bus- oder Zugunfällen simulieren. Unterstützung bei den Einsätzen erhält die Feuerwehr zukünftig auch aus der Luft. Seit dem Sommer gehört eine Drohne zum technischen Bestand der Kreisfeuerwehr. "Sie ist ein gutes Hilfsinstrument, um einen Überblick und in Verbindung mit einer Wärmebildkamera eine strukturierte und vernünftige Lagedarstellung zu bekommen", betonte van de Water.

 
 

Kreisrat Dr. Winfried Wilkens berichtete über Feuerwehrthemen aus Sicht der Kreisverwaltung.

Die Leistungen der Feuerwehren im Landkreis lobte auch Kreisrat Winfried Wilkens. "Die Feuerwehren sind personell und ausstattungstechnisch gut aufgestellt", konstatierte er. Von Seiten der Kreisverwaltung werde hier auch vieles getan, um die Situation weiter zu verbessern. Erfreulich sei auch, dass sich die Feuerwehren neben der eigentlich Ausbildungs- und Einsatzarbeit immer wieder um geeignete Nachwachskräfte kümmern. Neben dem System der Jugend- und Kinderfeuerwehren nannte er hier auch das Projekt "Feuerwehr trifft Schule", das nach Bramsche nun auch an einer Schule in Ankum anlaufe.

 
 

Regrierungsbrandmeister Matthias Röttger berichtet von der Arbeit auf Landesebene.

Regierungsbrandmeister Matthias Röttger berichte von der Arbeit im Bereich EL-B-Os. Die sei ein Zusammenschluss der Feuerwehren aus den Landkreises Emsland, Grafschaft Bentheim sowie Stadt und Osnabrück, die sich gemeinsam um die Umsetzung der Feuerwehrthemen auf Landesebenen kümmerten. Aktuelle Themenschwerpunkte seien die Einführung einer einheitlichen Stabssoftware sowie die Förderung des Ehrenamtes. Denkbar seien z.B. finanzielle Entlastungen für Feuerwehrleute bei Kita-Gebühren oder bei Gebühren für Schwimmbädern. Auch die Aufwandsentschädigungen sollten steuer- und sozialversicherungsfrei werden. Ein weiteres großes Thema sei die Ausstattung für den Katastrophenschutz. "Wir brauchen planbare Werte für unsere Ersatzausstattung", sagte Röttger. Es könne nicht sein, dass jahrelang auf einen neuen Wagen gewartet werde, und dann heiße es plötzlich, in zwei Wochen sei er da.

 
 

Beförderung für Abschnittsleiter Nord Herbert Kempe.

Eine Beförderung gab es auf der Großen Dienstversammlung für den neuen Abschnittsleiter Nord Herbert Kempe aus Neuenkirchen. Kempe hatte zum 01.10.2019 das Amt von Ralf auf dem Felde übernommen. Landrätin Anna Kebschul beförderte ihn auf der Dienstversammlung offiziell in den Rang eines Abschnittsleiters. Gleichzeitig nutzte die Landrätin, die Gelegenheit sich bei dem nicht anwesenden Ralf Auf dem Felde für sein langjähriges Engagement in der Kreisfeuerwehr zu bedanken.

Nach dem Schlußwort von Abschnittsleiter Süd Ludger Flohre klang die große Dienstbesprechung mit einem Empfang im Kreishaus-Restaurant aus.

Text und Fotos: Volker Köster