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Der Landkreis Osnabrück liegt im Südwesten von Niedersachsen.

Mit 2.121 qkm ist er der zweitgrößte Landkreis in Niedersachsen und in etwa so groß wie das Saarland.

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Aktuelles


Jahresbschlussdienstversammlung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord
Helfer von Meppen mit "Coin" der Bundeswehr ausgezeichnet

WIMMER


Sie sind gewissermaßen die spezielle Feuerwehr für die Feuerwehr: Die Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord. Zum Einsatz kommen diese Rettungskräfte immer dann, wenn große und lang anhaltende Schadenslagen auftreten - so wie beim Moorbrand in Meppen im vergangenen Jahr. Nun hat die Feuerwehrbereitschaft Nord erstmals ihre Jahresabschluss- Dienstversammlung in der Mehrzweckhalle in Wimmer abgehalten.

 
 

Verleihung der Coins an die Zugführer, zur Weitergabe an die einzelnen Feuerwehrleute, die im Einsatz waren, v. l.: Abteilungsleiter Klaus Wübbolding, Bereitschaftsführer Uwe Rasch, Kreisbrandmeister Cornelis van de Water, Zugführer Thorsten Heidhaus, Abschnittsleiter Nord Herbert Kempe sowie die Zugführer Jürgen Nordsieke, Hayo Wilbers, Till Kramer und Norbert von Drehle.

160 Mitglieder beträgt die Soll-Stärke dieser Bereitschaft, die von den Feuerwehren aus den Altkreisen Bersenbrück und Wittlage gebildet wird. Insgesamt seien es aber sogar noch etwas mehr, nämlich rund 200 Kameraden und Kameradinnen, die zu dieser Einheit gehörten, so Bereitschaftsführer Uwe Rasch. Beim Meppener Großbrand im Moor waren seinerzeit auch Mitglieder der Bereitschaft Nord angefordert worden, um beim Löschen zu helfen.

Bereitschaftsführer Uwe Rasch gab einen Jahresbericht über die Einsätze und Übungsdienste der Kreisfeuerwehrbreitschaft.

Kreisbrandmeister Cornelis van de Water dankte für die stete Einsatzbereitschaft.

Gruppenführer Jens Unlandherm aus Wimmer war einer von ihnen. Mit vier anderen Kameraden der Alarmeinheit Wimmer/Heithöfen war er am 19. September 2018 nach Meppen aufgebrochen, um dort die "Wasserversorgung über lange Wegstrecke" - so die Aufgabe seines Zuges - sicherzustellen. 48 Stunden waren die Kameraden im Einsatz, bevor sie von anderen abgelöst wurden. "Das war schon eine besondere Erfahrung", sagt Unlandherm über diesen Großeinsatz, "da war einiges los". Vor allem der gute Zusammenhalt der Züge vor Ort habe ihn beeindruckt, "trotz der Anstrengungen und der Hitze". Unlandherm und alle anderen Bereitschaftsmitglieder, die damals im Einsatz waren, wurden nun mit einem sogenannten "Coin" (Münze) des Verteidigungsministeriums ausgezeichnet, überreicht von Klaus Wübbolding, Abteilungsleiter Brand- und Katastrophenschutz in der Kreisverwaltung.

 
 

Bereitschaftsführer Uwe Rasch, stellvertretender Bereitschaftsführer Holger Wilke, Kreisbrandmeister Cornelis van de Water und Abschnittsleiter Herbert Kempe freuen sich mit Thorsten Heidhaus (Mitte) über dessen Beförderung zum Hauptlöschmeister

Wübbolding übte dabei deutliche Kritik am damaligen Krisenmanagement der Bundeswehr: "Das war ein in der Geschichte der Bundesrepublik einmaliges Ereignis, dass nicht die Bundeswehr die zivile Bevölkerung unterstützte, sondern Hilfe brauchte von uns Zivilisten - nämlich das Know-how der Feuerwehr." Die Bundeswehr habe die Lage damals falsch eingeschätzt und damit weitaus größeren Schaden angerichtet als die verbrannte Moorfläche: "Das Vertrauen in eine staatliche Einrichtung - die Bundeswehr - wurde erschüttert." Dieses Vertrauen in öffentliche Institutionen wiederhergestellt zu haben, "das ist Ihr Verdienst", wandte sich Wübbolding an die Mitglieder der Bereitschaft.

 
 

Ein Präsentkorb als Zeichen der Anerkennung: Holger Wilke, Uwe Rasch und Herbert Kempe verabschieden den langjährigen Abschnittsleiter Ralf Auf dem Felde (2. v. l.).

Wie intensiv sich die Kameraden - im regelmäßigen Austausch mit der Bereitschaft Süd - auf solche Krisenfälle vorbereiten, hatte Bereitschaftsführer Uwe Rasch zuvor in seinem Jahresbericht kurz dargelegt und als positives Beispiel die erfolgreiche Waldbrandübung in Berge im September genannt.

Mit einem Präsentkorb und einem dreifachen "Gut Wehr" wurde der bisherige Abschnittsleiter Ralf Auf dem Felde verabschiedet. 14 Jahre lang habe er den Posten des Abschnittsleiters mit Leib und Seele gelebt, sprach ihm Uwe Rasch seine Anerkennung aus. Auf dem Feldes Nachfolger ist seit dem 1. Oktober Herbert Kempe, der bis zu diesem Zeitpunkt stellvertretender Bereitschaftsführer war. Diese Aufgabe übernimmt nun Holger Wilke aus Fürstenau. Außerdem wurde Thorsten Heidhaus vom Fachzug 4 zum Hauptlöschmeister befördert.

 
 

Für das musiklaische Rahmenprogramm der Jahresabschluss- dienstversammlung sorgten "Die Rendslager"

Ein großes Dankeschön an alle Mitglieder der Bereitschaft richtete schließlich Kreisbrandmeister Cornelis van de Water. "Wir werden gebraucht", stellte er zusammenfassend fest, zumal die Herausforderungen in den kommenden Jahren wohl eher noch zunehmen würden: "Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir es bei lang anhaltenden Trockenheiten vermehrt mit Waldbränden und in Brand geratenen landwirtschaftlichem Gerät zu tun bekommen."


Text: Wittlager Kreisblatt
Fotos: Volker Köster