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Einsätze

Täglich rücken Feuerwehren im Landkreis Osnabrück aus, um bei Bränden, Verkehrsunfällen oder anderen Unglücken schnell und qualifiziert Hilfe zu leisten.

Annähernd 4.000 Einsätze werden in jedem Jahr von den ausschließlich ehrenamtlich tätigen Feuerwehrmitgliedern bewältigt.

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Aktuelles


Große Einsatzübung der Kreisfuerwehrbereitschaft 3 des Landeskreises Hildesheim im Ortsteil Schledehausen der Gemeinde Bissendorf

SCHLEDEHAUSEN

Unklare Rauchentwicklung in einem holzverarbeitenden Betrieb mit mehreren vermissten Personen sowie parallel dazu ein schwerer Verkehrsunfall mit drei beteiligten PKW und acht Verletzten waren das Szenario, mit dem die Kreisfeuerwehrbereitschaft 3 des Landkreises Hildesheim am Samstagnachmittag in Schledehausen konfrontiert wurde.
Nach dem Übungsdrehbuch befand sich die Feuerwehrbereitschaft gerade auf der Autobahn A 30 in Höhe der Anschlussstelle Bruchmühle, als sie den Marschbefehl zur Unterstützung der zuständigen Ortsfeuerwehr Schledehausen erhielt.
Dort war es in den Betriebshallen der Firma Pante, einem großen Möbelzulieferer, zu einem Feuer gekommen, wodurch die die gesamten Produktionshallen stark verqualmt waren. Die Firma Pante beschäftigt 124 Mitarbeiter, die Gesamtgröße der Produktionshallen liegt bei rund 24.000 Quadratmetern. Laut Übungsdrehbuch wurden zwei Atemsschutztrupps der Feuerwehr Schledehausen sowie ein Mitarbeiter der Firma vermisst.
Bei sommerlich heißen Temperaturen galt es für die eingesetzten Kräfte unter Atemschutz die Hallen systematisch abzusuchen und die vermissten Personen zu finden. Bei der Größe der Hallen eine schwierige und schweißtreibende Arbeit. Entlang der Schledehauser Straße haben die Hallen eine Länge von 320 Meter.
Die Fachzüge 1 und 2 wurden mit dieser Aufgabe betraut. Parallel dazu baute der Fachzug 3 eine Wasserversorgung zu der rund 500 Meter entfernten Wierau auf. Mit 2 B-leitungen und mehreren Punkten konnten so fiktiv rund 2.700 Liter in der Minute gefördert werden. Fiktiv deshalb weil die Leitungen und Pumpen zwar aufgebaut wurden, angesichts der Wetterlage und der aktuellen Wasserknappheit hatte man sich im Vorfeld der Übung entschieden, kein Wasser aus der Wierau zu entnehmen sondern nur trocken zu üben. Für den Ernstfall stehen zudem auf dem Betreibgelände rund 600.000 Liter Löschwasser in einem großen Behälter und zwei unterirdischen Zisternen zur Verfügung.
Noch während die ersten Kräften zum Einsatz bei Pante abgerufen wurden, gab es lauf Übungsdrehbuch die Meldung eines schwerer Verkehrsunfalles in der Nähe der Firma Kaufmann in Wulften. Dort waren drei Pkw beteiligt, acht Personen waren beteiligt. Sofort wurde das Löschfahrzeug der Ortsfeuerwehr Schledehausen sowie zwei Löschfahrzeuge mit Rettungssätzen aus der Bereitschaft herausgelöst um zum Unfall nach Wulften geschickt. Dort war ein Pkw unter einen landwirtschaftlichen Anhänger gefahren. Ein weiterer PKW war durch den Unfall in eine Baugruppe geschleudert worden und ein weiterer PKW lag auf der Seite in einem Graben. 8 Personen waren verletzt und teilweise eingeklemmt, davon 4 Kinder.
Routiniert und mit professioneller Ruhe ginge die Einsatzkräfte an beiden Einsatzstellen zu Werke und arbeiteten die sich stellenden Aufgaben ab. Dazu wurden vier einsatzabschnitte gebildet. In der abschließenden Lagebesprechung konnte Feuer aus und alle Personen gerettet gemeldet werden. 22 Atemschutztrupps wurden in dem großen Hallen zur Personensuche eingesetzt.
Nachdem alles wieder zurückgebaut wurde, ging es für die Bereitschaft zurück zu ihrem Standort am neuen Feuerwehrhaus und DRK Gebäude in Jeggen. Dort gab es eine Abendverpflegung und nach einem gemütlichen Abend wurde dort auch übernachtet. Nach dem Frühstück am Sonntagmorgen machte sich die Bereitschaft dann auf zurück in ihre Standort in den Landkreis Hildesheim.


Text unf Fotos: Volker Köster