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Der Landkreis

Der Landkreis Osnabrück liegt im Südwesten von Niedersachsen.

Mit 2.121 qkm ist er der zweitgrößte Landkreis in Niedersachsen und in etwa so groß wie das Saarland.

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Aktuelles


Kreisfeuerwehr kann jetzt auch fliegen
Landkreis Osnabrück beschafft Einsatzdrohne für die Feuerwehr

Osnabrück


Die Brandbekämpfer im Landkreis Osnabrück bekommen Hilfe aus der Luft: Die Kreisfeuerwehr ist jetzt mit einer hochmodernen Drohne ausgestattet. Damit können die Einsatzkräfte im Ernstfall viel präziser und schneller die Lage erkunden und gezielter helfen. Rund 22.000 Euro hat der Kreis für das modern Fluggeräte investiert. Stolz präsen-tierten jetzt Kreisbrandmeister Cornelis van de Water mit Vertretern des Kreiskommandos die neue Errungenschaft Landrat Dr. Michael Lübbersmann und dem für den Brandschutz zuständigen Verwal-tungsvorstand Dr. Winfried Wilkens.

 
 

Stolz präsentieren die Feuerwehrkräfte dem Landrat die neue Drohne. v.l.: Stv. Abschnittsleiter Nord Ralf George, Abteilungsleiter Brand- und Katastrophenschutz Klaus Wübbolding, Kreisbrandmeister Cornelis van de Water, Abschnittsleiter Süd Ludger Flohre sowie Landrat Dr. Michael Lübbersmann und Kreisrat Dr. Winfried Wilkens.

Bilder erklären mehr, wenn eine Einsatzlage von oben zu sehen ist", erklärt Kreisbrandmeister van des Water dem Landrat die Vorteile von Drohneneinsätzen. Man bekommt eine viel bessere Übersicht, als wenn man nur unten vor dem Objekt steht. Das ist gerade bei großen Industrieobjekten ein großer Vorteil. Aber auch bei der Personensuche im Wald oder in einem Gewässer leisten Drohnen inzwischen eine enorme Hilfe.

Die Drohne schließt eine Lücke: Zwischen der Sicht von einer Dreh-leiter aus 30 Metern Höhe und der aus einem Hubschrauber aus mehreren hundert Metern. Sie ist bis zu 90 Stundenkilometer schnell und kann auch zusätzliche Last tragen und zum Beispiel eine Ret-tungsweste über einem See fallen lassen.

Zunächst müssen wir noch entsprechende Drohnenpiloten ausbilden, erläutert Abschnittsleiter Süd Ludger Flohre dem interes-sierten Landrat. Zwar braucht die Feuerwehr nicht zwingend einen Führerschein, wir haben uns aber entschlossen, ein Team von 20 Kameraden, jeweils 10 aus dem Norden und Süden des Landkreises Osnabrück entsprechend ausbilden zu lassen.

Schließlich ist die Drohne auf technisch höchstem Niveau ausgestat-tet und verfügt über ein normales Kamerasystem und eine spezielle Wärmebildkamera. Von der Gesamtinvestition schlägt das Fluggerät mit rund 3.000 Euro zu Buche. Rund 8.600 Euro fallen für die beiden Kamerasystem an. Daneben ist noch viel Technik erforderlich, um die Drohne ständig betriebsbereit zu halten und die Bilder auch life in den Einsatzleitwagen zu transportieren.

Aus 50 bis 60 Metern Höhe wird auf einem Feld zum Beispiel eine aufgeheizte Flasche sichtbar." Wird etwa eine Person in einem Wald-stück gesucht, kann sie schneller gefunden werden; wenn eine große Lagerhalle brennt, liefert die Drohne eine Übersicht der thermischen Bedingungen. "Wir wissen, wo wir zuerst löschen müssen", so Kreis-brandmeister van de Water.

 
 

Die Drohne von oben

"Auch wenn dies keine ganz günstige Investition ist, bin ich sicher, dass hier jeder Euro richtig investiert ist, betont Landrat Lübbersmann. Allein wenn man bedenkt, welche Schadenssummen bei großen Industriebränden entstehen bzw. verringert werden können oder wenn auch nur ein Menschenleben durch den Droheneinsatz gerettet werden kann. Lübbersmann dankte den engagierten Feuerwehrkräf-ten, dass Sie sich neben dem tagtäglichen Einsatzgeschäft mit viel ehrenamtlichem Engagement auch um die Einsatzkonzeption für au-ßergewöhnliche Lagen und um die Einführung neuer Techniken kümmern.

Um die Technik effektiv nutzen zu können, empfiehlt der Hersteller die Drohne immer mit mindesten drei Einsatzkräfte zu bedienen. Einer als Pilot, der fliegt und jeweils eine Person zur Kameraführung für die normale Kamera und die Wärmebildkamera. So erhält man die besten Einsatzbilder, auf dessen Grundlage dann die Führungskräfte die Lage besser beurteilen können und ihre Entscheidungen treffen kön-nen.

Die Einsatzdrohne wiegt rund fünf Kilogramm und kann mit einem Akkupaket rund 20 Minuten fliegen. Es gibt drei Reserve-Akkus.


Text und Fotos: Volker Köster